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Hausen am Andelsbach & die Kirche St. Ottilien

Die Odilienkirche oder Kirche des Heiligen Ottilien steht in Hausen am Andelsbach.

Hausen am Andelsbach. Der Ort verfügt über eine lange Geschichte und eine Kirche, die einer seltenen Heiligen in der Region gewidmet ist.

St Ottilienkirche Hausen am Andelsbach

St Ottilienkirche Hausen am Andelsbach

Geschichte von Hausen am Andelsbach

Der Ort liegt mitten im Tal, das die Rißeiszeit vor über 17.0000 Jahren zurückließ und darin eingebettet findet sich der Andelsbach, links von Hausen.

Schon die Römer fanden sich in der Gegend wieder, wovon einige Spuren im Hirschten und auf dem Frauenberg zeugen. Konkret fand man Mauerüberbleibsel, einen Fußboden und ein Mühlstein, was wohl mal Teil eines römischen Gutshof war: Villa Rustica.

Vermutlich war es ein Ort, den die Franken im 7. Jahrhundert dann wieder besiedelt haben. Durch die Völkerwanderung kamen zwar zuerst die Alemannen, doch wurden sie von den Franken bald besiegt. So stehen die Ortsnamen mit -ingen für alemannische und mit -haus für fränkische Grundlegung.

Urkundlich erwähnt wird der Ort Hausen als Husin aber erst 1220. Damals ging es um Gebietsverkäufe im Linzgau. Berichtet vom Grafen von Pfulllendorf an den Kaiser Friedrich II. Darum geht es auch in anderen Urkunden, bis auf eine: Im Jahr 1577 schießen die Untertanen aus der Region ihrem Landesherrn 6.100 Gulden vor.

Auch ein Adel wird für den Ort erwähnt: 1256 gab es einen Hartnid von Hausen. Wo die Burg dazu stand, ist nicht gesichert. Besitzungen hatte der aber hier wohl nicht, er war lediglich der Verwalter – der Ministerial. Besitzungen hatten hier vor allem die Klöster.

So wird das Kloster Weingarten, Kloster Buchau und der Konvent von Habsthal erwähnt, mit einem Hof in Husen. Das Kloster Sießen bekommt 1299 gegen einen Jahreszins die Güter zugeteilt.

Schon 1262 verkaufen die Gebrüder Wildenstaina ihre Güter in Hausen an das Kloster Salem. Sie waren zuvor dem Ritter Rudolf, den man Haller nannte (dicto Harder), zu Lehen gegeben. Er bekommt eine Abfindung auf Lebenszeit.

Die Grundherrschaft übte bis ins 13. Jahrhundert der Graf von Pfullendorf aus. Seit 1290 aber der Graf von Sigmaringen. Im Jahr 1399 verpfändete es der Graf an den Graf von Werdenberg. Davon sind dann mehrere Orte betroffen.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg verkaufte das Kloster Wald einige Höfe, darunter auch welche aus Hausen, an das inzwischen zum Fürstenhaus aufgestiegenen Haus Hohenzollern-Sigmaringen. Im Jahr 1708 diktiert Kaiser Joseph I (Habsburger) sein Testament, in dem Hausen an die Stadt Sigmaringen gehen sollte. Dennoch wird Hausen 1850 Teil des preußischem Oberamts.

Kirche Sankt Ottilie Hausen a. A.

Die Heilige Ottilie oder auch Odilie war eine Äbtissin, die im 7. Jahrhundert im Elsaß geboren wurde. Sie war bei Geburt blind und bei Ihrer Taufe wurde sie sehend, so die Legende. Sie gründete ein Kloster im Elsaß.

Die Kirche und die Pfarrei werden schon 1275 erwähnt – als Eigenkirche. Also eine Kirche nur für die Adeligen und das Gegenteil zur Pfarrkirche. Erst 1372 wird das Gotteshaus der Heiligen Ottilie gewidmet.

Der Kirchensatz, das Patronat einer Eigenkirche, gehörte im 15. Jahrhundert zwei Adeligen. Die Gremlich zu Menningen und die Gremlich zu Krauchenwies. Im Jahr 1595 übernahm das Recht der Graf von Hohenzollern und 1816 bekamen sie auch die andere Hälfte. Inzwischen waren es ja die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Das Patronat blieb privat bis zum Jahr 1966 – das bedeutet, man zahlt den Pfarrer und der spricht Fürbitten für das Entkommen aus der Vorhölle. Dieser Ablaß gilt bis heute.

Die Kirche wurde schon 1853 fast vollständig abgerissen und neugebaut. Nur der Turm aus dem 14. Jahrhundert blieb und dieser trägt noch immer die Glocken. Schon im Jahr 1400 wurde die Kirche neuaufgebaut. 1429 wurde die Pfarrei um Bittelschieß erweitert.

Die Orgel aus dem Hause Aichgasser wurde 1763 fertig, doch das gute Stück ging verloren. Vorhanden ist aber noch eine Pieta im Stil der Gotik von 1420 und ein Kruzifix aus der Renaissance.

Die Widmung der Kirche zeigt die Zugehörigkeit der Kirche und des Ortes mit dem Elsaß in früheren Zeiten und zu den Franken, die den Ort gegründet haben.

Wo befindet sich die Kirche von Hausen am Andelsbach?

  • Lindenstraße
  • 72505 Krauchenwies
  • GPS: 47.986844, 9.265367

 

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