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Zum Bären in Meersburg

Der Bären in Meersburg ist die älteste Kneipe der Stadt am Bodensee.

Meersburg am Bodensee ist immer einen Ausflug wert. Die schöne mittelalterliche Stadt birgt viele Sehenswürdigkeiten, allen voran natürlich die Burg Meersburg und das Schloss Meersburg. Außerdem lockt das “Schwäbische Meer” oder beispielsweise der Weinkundeweg. Und wenn man mal einkehren oder in Meersburg nächtigen will, kann man die älteste Kneipe der Stadt besuchen: Den Bären Meersburg.

Baeren Meersburg

Bären Meersburg

Geschichte des Bären Meersburg

Baeren Erker Meersburg

Bären Erker Meersburg

Der Gasthof “Zum Bären”, so die eigentliche Bezeichnung, ist die älteste durchgängig als Wirtshaus genutzte Trinkstube der Stadt. Erbaut wurde der Bären in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Zur Zeit der Gründung stand das Gebäude noch außerhalb der Stadtmauer. Aus dieser Zeit stammen noch die Grundmauern des Bären.

Erstmals erwähnt wird die Wirtschaft 1456, damals war es auch die Zunftstube des Ortes. Aber schon seit dem 14. Jahrhundert gibt es in Meersburg einige Nennungen von Wirtshäusern.

Während des Konflikts zwischen dem Bischof von Konstanz und der Stadt Meersburg hatte der Gasthof eine vermittelnde Bedeutung und wurde 1510 vom Bischof Hugo von Konstanz mit dem Realrecht ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um das Recht, Bier zu brauen. Dieses Realrecht war aber nicht an eine Person, sondern an eine Immobilie gebunden. Das steigerte auch deshalb den Wert des Gebäudes, weil die Bierbrau-Lizenzen in den Städten begrenzt waren.

Damit gehörten die Eigentümer auch zu einer hohen sozialen Klasse. Derart entwickelten sich dort Bürgervereinigungen, die sich durch den Zusammenschluss mehr politischen Einfluss aneignen konnten. Im Bären war das im Jahre 1510 die sogenannte “Bärengesellschaft”. Auch diese Vereinigung hat überlebt und nennt sich heute “101er”. Die Namensänderung ist dem Zusammenschluss mit der St. Anna-Bruderschaft geschuldet. Bis 1728 gehörte den 101ern das Wirtshaus und anschließend erwarb die Stadt die Trinkstube.

Schon zuvor, im Jahr 1605, wurde der Bären abgerissen und neu gebaut. Die Jahreszahl prangt daher auch über dem Renaissanceportal samt den Engelsköpfen. Zwischenzeitlich wurde auch die sogenannte “Traubenzunft” Teil der Bärengesellschaft. Im Jahr 1680 wurde das Gasthaus erweitert. Ab 1688 wurde der Bären temporär eine Poststation im Netzwerk der Thurn und Taxis’schen Post zwischen Lindau nach Konstanz.

Zwischen 1768 und 1832 gehörte das Wirtshaus dem Spital zum Heiligen Geist. Seit 1832 ist das Gasthaus “Zum Bären” in Privatbesitz. Sechs Jahre später wurde darin ein Lesekabinett unter der Leitung von Joseph von Lassberg eingerichtet. Dabei handelt es sich um den Schwager von Annette von Droste-Hülshoff. Seit 1851 ist es im Besitz der Familie Keller-Karrer-Gilowsky. In den 50er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Haus komplett saniert und 1960 erweitert.

Bären Meersburg heute

Heutzutage ist das Wirtshaus eine Trinkstube, ein Restaurant und ein Hotel. Die Speisen sind gutbürgerlich mit schwäbischem Touch. Die Getränke und Speisen kann man auch im Freien zu sich nehmen, vor der Kulisse des mittelalterlichen Ambiente.

Die 20 Zimmer des Hotels sind modern eingerichtet und verfügen über jeden erdenklichen Komfort. Die Preise reichen von 50 Euro bis 120 Euro pro Nacht und Zimmer. Wenn man in Meersburg übernachtet, wird eine Kurtaxe von 2 Euro fällig. Ein Garagenplatz im Hotel kostet zusätzlich 7,50 Euro und die Halbpension 19 Euro pro Person. Außerdem bietet man zwei Ferienwohnungen für jeweils zwei Personen an, die in der Altstadt liegen. Der Preis dafür beträgt 75 Euro.

Wo befindet sich der “Bären”?

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