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Rokoko in Birnau am Bodensee | Barocke Wallfahrtskirche

Die Kirche St. Marien des ehemaligen Klosters Birnau ist ein Wallfahrtsort mit vielen Kunstwerken im Stil des Rokokos.

Ein Muss für Personen, die auf der Oberschwäbischen Barockstraße wandern, ist die Kirche St. Marien, die Basilika Birnau am Ufer des Bodensees. Die Kirche gilt als Rokoko-Perle und als die schönste Kirche am Bodensee. Sie ist zum Erwandern direkt entlang des Bodensees gelegen, aber gibt es auch einen Parkplatz neben der Kirche. Birnau gehört zur Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen, wo sich auch die Pfahlbauten befinden.

Basilika Birnau Bodensee

Hier gibt es viel zu sehen: Barocke Kunstwerke, die Kirche selbst und auch der sensationelle Blick auf den Bodensee und die gegenüberliegende Insel Mainau. Idyllisch gelegen, wächst an den Hängen des ehemaligen Klosters der Wein. Zuweilen wird die Kirche wegen des weithin sichtbaren Prunks, auch Schloss Birnau genannt.

Die Kirche ist Teil des ehemaligen Zisterzienser-Priorats, welches wiederum seinen Ursprung in Österreich (Wettingen-Mehrerau) hat.

Geschichte der Kirche(n) in Alt-Birnau

Schon im frühen Mittelalter, vermutlich schon im 9. Jahrhundert, stand in der Nähe der heutigen Kirche eine Wallfahrtskapelle; in Alt-Birnau. Es ist gut vorstellbar, dass der Ort schon in der Antike als heiliger Ort galt, da die Alamannen oder später die Christen, die Orte beibehielten.

Nach einer Urkunde von 883, gestattete der ostfränkische König Karl III (auch der Dicke genannt) aus dem Geschlecht der Karolinger seinem Erzkanzler, Bischof Luitward des Klosters Reichenau, einen Tausch vorzunehmen. Karl der Dicke war im Übrigen weniger dick als kränklich. Vielleicht hatte er eine Schwäche für Wallfahrtsorte, die auch ihm Abhilfe verschaffen sollten? In dieser Urkunde fällt der Name Birninga oder Pirningen, was auf einen Wallfahrtsort deutet. Denn pirningas ist lateinisch für den Pilger. Doch weist viel darauf hin, dass in dieser Urkunde nicht Birnau, sondern das bei Tübingen befindliche Bierlingen gemeint war.

Zwar gehörte der größte Teil des Bodens zur Reichsstadt Überlingen, doch war dieser Ort im 13. Jahrhundert im Besitz des Klosters Salem. Und über die gesamte Zeit hinweg herrschte eine enge Verbindung zu Salem. Doch schuf die Gemengelage mit Überlingen eine Begrenzung der Expansionspläne der Kirche.

Für Alt-Birnau ist im Jahr 1227 eine “Beginen”-Schwesterngemeinschaft bezeugt. Das war für die Frauen im Mittelalter teils en vogue so zu leben, teils eine Notlösung, da sie nicht ins (Zisterzienser) Kloster gehen konnten. Die Zisterzienser glaubten, dass Frauen nicht die Seelsorge übernehmen sollten – es sei ein Männerjob. Beginen Gemeinschaften waren eine Form der religiösen Klausur, außerhalb der Klöster. Sie lebten von Almosen und Spenden, daher hatten sie auch wenig Machtpotenzial. Im Jahr 1240 mussten die Schwestern auf Geheiß des reichen Salemer Abts umziehen und wurden nach Baindt versetzt.

Die vielen Kunstwerke gewichteten die Kirche stärker zu einer relevanten Wallfahrtsstätte, doch war sie wohl schon immer ein begehrter Pilgerort gewesen. Hier konnte man sich von den Sünden loskaufen (Urkunden von 1317 und 1318) und die Kirchen verdienten hier wohl viel Geld. So viel, dass auch das Kloster Salem begierig darauf pochte, in Birnau das Patronat innezuhaben. Und die Zisterziensermönche aus Salem hatten 1384 Erfolg. Papst Urban VI. sprach dem Kloster die Wallfahrtskapelle der Heiligen Maria zu. Bis dahin waren die Geistlichen dem Bischof von Konstanz unterstellt, welcher mit Salem wetteiferte.

Im späten Mittelalter, vermutlich im 14. Jahrhundert wurde aus der Kapelle im heutigen Alt-Birnau eine Kirche. Damit wollte man dem Ansturm der Gläubigen gerecht werden. Die Kapelle, die als heilig galt, blieb aber erhalten. Durch die Errichtung einer Marienfigur, aus dem Jahr 1420, als Symbol der Gnade steigerten sich die Pilgerzahlen enorm.

Manche behaupteten, die Marienfigur könne Wunder vollbringen. Diese Aussage blieb nicht ohne Wirkung und immer mehr Menschen wollten Heilung, Wunder oder Sündenablass finden. Im Laufe der Jahrhunderte sah man sich immer mehr dazu veranlasst, die Kirche zu vergrößern, und baute eine Kirche über die Kapelle.

Die äußere Kirche überstand den Dreißigjährige Krieg nicht, die darin befindliche Kapelle soll – und dies wurde als Wunder ausgelegt – überlebt haben. Ein Brand soll das Gemäuer am 26. Dezember 1643 zerstört haben. Ein Mann aus Salem soll noch vor der Zerstörung die Marienfigur versteckt haben. Daher kann man sie heute noch bestaunen.

Die Kirche wurde in den Jahren nach dem Westfälischen Frieden wieder aufgebaut, im Stil ähnlich der Zisterzienser Kirche des heutigen Schlosses Salem. Das Langhaus war damals im Stil der Gotik errichtetet und von einem Satteldach überspannt worden. Die Kirche in Alt-Birnau verfügte über ein kleines Glockenspiel ohne Turm. Nach der Kirche wurden auch andere Gebäude errichtet und es entstand eine Art kleine Filiale des Klosters Salem.

Das Kloster Salem scheute keine Kosten, so waren die Wände der Kirche vom Künstler Hans Winterlin bemalt und der Hochaltar der Muttergottes war von Melchior Binder gefertigt worden. Der Altar zeigte ein Bild von Johann Christoph Storer, was heute in Rottenmünster steht. Die seitlichen Altäre waren von Franz Stauder gemalt, sie ehren den Heiligen Erasmus und den Heiligen Josef. Die Kirche wurde in den 50er Jahren des 17. Jahrhunderts fertiggestellt.

Wie schon erwähnt, war das Problem bei der Ausweitung der Gebäude, dass die Stadt Überlingen dagegen protestierte, schließlich war es das Land der Reichsstadt. Außerdem verfügten sie über die niedere Gerichtsbarkeit über Birnau. So erteilte die Stadt dem Kloster auch mal eine Lektion. Die Stadt riss das Gebäude auf ihrem Land einfach ab oder sie verweigerte den Pilgern Zugang nach Alt-Birnau. Dagegen wetterte das Kloster gegen das nahe gelegenen Wirtshaus, wo man dem Alkohol zugetan war. Dafür aber verdiente auch Überlingen mit an dem Wallfahrtsort. Es war also eine gemischte Interessenlage.

Aber die Menschen waren nicht davon abzuhalten nach Birnau zu pilgern und es wurden jedes Jahr mehr Wallfahrende. Also suchte man nach einer Lösung und diese sah vor, die Wallfahrtskirche zu verlegen – an ihren heutigen Platz. Doch der Abt in Salem war dagegen und ließ eine größere Kirche in Alt-Birnau in Auftrag geben. Doch er verstarb, bevor der Plan umgesetzt werden konnte.

Neubau der Kirche im Stil des Rokoko

Schon in den Jahren vor 1730, aber gewiss zu diesem Zeitpunkt, plante man die Kirche zu verlegen. Mit dem Tod des alten Abts und dem Antritt eines neuen, war die Zeit gekommen. Damit vergrößerten sich aber die Probleme mit der Reichsstadt Überlingen und man der Umzug würde weitere Schwierigkeiten mit sich bringen.

Bis 1745 arbeitete man im Geheimen an dem Entwurf einer neuen Kirche am jetzigen Standort, auf einer terrassenartigen Anhöhe am Bodensee, wo das Kloster die Oberhoheit hatte. Dann fehlte nur noch die Genehmigung des Papstes Benedikt XIV. zum Abriss der alten Kirche und zur Verlegung der wundertätigen Marienfigur, was dann am 12. März 1746 erfolgte. Das Ganze wurde mit einer Prozession unter dem Schutz von 350 Soldaten versteckt, so berichtet es der Chronist Matthias Bisemberger. Der Reichsstadt Überlingen hatte man nicht gesagt, worum es bei der Prozession ging. Das Verhältnis von Überlingen und Salem verschlechterte sich daraufhin zusehends, was bis zur feierlichen Versöhnung 1790 anhielt.

Die Leitung der Bauarbeiten hatte der Architekt Peter Thumb und seine beiden Schüler Schneider inne, die schon seit 1742 an den Plänen arbeiteten. Die Baumaterialien stammten aus der Gegend: Kalk aus Bregenz und Holz aus Markdorf. 1748 begann man damit die Pracht im fünfjochigen Saalraum zu etablieren.

Im Jahr 1750 wurde der Neubau feierlich eingebaut und rund 20.000 Menschen sollen dazu nach Birnau gekommen sein. Die Eröffnungsreden lobten die Kunstfertigkeit der Kirche. Damals wurde sogar ein Theaterstück in der Kirche aufgeführt.

Im Gegensatz zu anderen Kirchen war die schnelle Bauzeit von etwas über vier Jahren (Juni 1747 bis September 1750) den reichen Kassen des Klosters zu verdanken. Und das obwohl das Gotteshaus über 150.000 Gulden gekostet haben soll. Ein Gulden entspricht vielleicht 30 Euro, so kostete die Marienkirche Birnau umgerechnet ca. 4,5 Millionen Euro. Der Stil des Gotteshauses ist der Spätbarock, der sogenannte Rokoko, wofür die Kirche international bekannt ist.

Die Statue wurde erst zur Eröffnung herbeigebracht und ganz öffentlich auf ihre Echtheit überprüft, denn es gab Gerüchte, man hätte sie ausgetauscht und dererlei mehr. Löcher reichten als Beweis für die Echtheit.

Es wurde ein Konvent geschaffen, dessen Regeln der Abt Stephan II. Enroth 1751 festgelegt hatte. Fünf Jahre darauf sollte er sterben und die Leute glaubten an eine Strafe Gottes für die Verlegung der Heiligkeit. Die Bauarbeiten überwachte fortan der Abt Anselm II. Schwab. Dieser kritisierte die Gehaltsvorstellungen von Thumb und so kam es erst 1747 zum finalen Vertrag und zum Beginn der Bauarbeiten.

Ebenfalls in dieser Zeit wurde das Schloss Maurach erschaffen, aus damals schon existierenden Gebäuden. Sie dienten dem Kloster als Wirtschaftsgebäude. Das Bauensemble ist von dem Platz vor der Kirche gut sichtbar.

Zentral ist der dreistöckige, 51 Meter hohe Turm, in dessen Erdgeschoss sich der Eingang zur Kirche befindet. Dieser ist untypisch für Zisterzienser-Bauten und es gab Gerüchte, dass hier Gelder flossen, um den Stil zu ändern. So soll Johann Caspar Bagnato die Pläne von Thumb verändert haben. Er hatte auch für den Deutschorden, an der Kommende in Altshausen gearbeitet. Auch am Bodensee hatte Deutschorden Besitzungen. Offiziell waren es Detailverhandlungen zwischen dem Kloster und dem Baumeister, die diesen Bau entstehen ließen. Noch heute befindet sich auf dem Anlitz des Turms das Doppelkreuz, dasSymbol des Abts. Die elfachsige Fassade wurde in Rosaweiß gehalten, wie es heute noch zu sehen ist.

Im Priesterhaus waren die Räumlichkeiten für das Personal, von der Putzkraft über den Koch bis zum Gärtner. Die Mönche speisten im ersten Obergeschoss im sogenannten Refektorium, dort befanden sich auch die Räumlichkeiten für die Pfleger und den Superior, den Chef, welcher von Salem bestimmt wurde und des Öfteren ausgetauscht wurde. Im zweiten Stock hatte der Abt von Salem seinen “Zweitwohnsitz”. Zudem waren hier der Vikar, der Stellvertreter, und ein Mönch untergebracht. Sie predigten und nahmen den Wallfahrenden ihre Sünden ab. Insgesamt gab es zwölf Räume und eine Bibliothek.

Die Position und die Lage der Kirche waren nicht nur prominent, sondern auch ein Wink in Richtung Konstanz und Überlingen. Symbolisch, so die Idee, sollte die Kirche bei der Sicht aufwärts vom Bodensee mit ihrer Höhe den Himmel berühren. Die Lage und diese Perspektive kostete aber die Ausrichtung der Apsis nach Osten, wie es bei eigentlich allen Kirchen in Oberschwaben vorgeschrieben war, bzw. der Fall ist. Die Apsis der Kirche Birnau zeigt aber mehr nach Norden, als nach Osten.

Die Kirche hat keine Seitenschiffe und war in den ersten Plänen deutlich größer angedacht. Dabei sollte man auch über eine Treppe direkt bis zum Ufer kommen können. Die Pläne von Thumb sind noch erhalten. Und obwohl man mit dem Bau sicherlich angeben wollte, war dies wohl zu viel. So fiel die Kirche dann doch etwas kleiner aus.

Interessant sind an der Kirche, respektive dem Turm, die Sonnenuhren. Insgesamt hat die Kirche zehn Uhren, sie sollen den Mönchen die Endlichkeit ihrer Tage vor Augen führen. In Salem hat man dafür ein Skelett dargestellt. Die Zeit war aber auch ein Symbol für die Moderne und der Turm wies die Zeit in über drei Meter Größe in alle Himmelsrichtungen aus. Die alten Glocken des Turms sind aber im Laufe der Zeit verloren gegangen.

Die kunstvoll gemachten und verzierten Uhren sind mit Symbolen der Abtei geschaffen, so der Abtstab und einige Figuren. Zentral an der Decke prangt die Marienuhr, die über zwölf Sterne und den eingearbeiteten Namen der Muttergottes verfügt.

Doch die Moderne war schon weiter, als die Kirche es wahrhaben wollte. Denn mit der Aufklärung versiegte der Strom der gewinnbringenden Pilger. Vielleicht war es ja die späte Rache Gottes für die Verlegung, so ein Volksglauben. Schon 54 Jahre nach der Einweihung wurde die Kirche geschlossen. In den Folgejahren verfiel sie zunehmend und auch innerhalb der Kirche gab es einen Machtkampf zwischen Pfarreien und Orden. Dazu kam, dass der vielgeehrte Rokoko plötzlich so gar nicht mehr chic war.

Aber auch Salem wurde geschlossen und zum Sitz des inzwischen zum Prinzen aufgestiegenen Max von Baden ausgebaut. Die Kunstgegenstände der Kirche in Birnau wurden auf andere Pfarreien verteilt. Die Glocken wurden zum Teil verkauft und die Sakristei und der Chor einige Zeit später abgerissen.

Durch die aufkommende Romantik wurde die Kirche wieder beliebt und das Kloster Wettingen-Mehrerau kaufte Baden die Kirche ab. Zuvor versuchte man erfolglos die Wallfahrt nach Bregenz zu verlegen. Das Kloster Wettingen-Mehrerau renovierte zudem das Kloster und das Schloss Maurach. Im November 1919 wurde die Kirche wieder eingeweiht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Bau kernsaniert, was sich quasi bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts zog. Ab 2004 war der Bau komplett saniert. Im Jahr 1971 erhob der Papst, damals Paul VI., die Kirche zur Basilika Unserer Lieben Frau.

Kunstwerke der Kirche Birnau

In der Kirche Birnau befinden sich, nebst der Kirche selbst, etliche Kunstwerke des Rokokos. In Anlehnung an den Petersdom in Rom hat die Kirche Birnau sieben Altäre. Allesamt stammen von Johann Anton Feuchtmayer, der viele Kunstwerke in der Gegend erschuf, so auch welche in Tettnang, Kißlegg, Altheim oder an anderen Orten. Drei der Altarbilder sind noch aus Alt-Birnau.

Rokoko Kirche Birnau Innen

Dazu kommen die vielen Figuren in der Kirche. Man weiß gar nicht, wo man hinschauen soll. Der Boden, auch wenn er wie Marmor aussieht, ist kein Marmor. Die wichtigsten Elemente der Kirche seien hier aufgezählt:

  • Gotisches Marien-Gnadenbild am Hauptaltar von 1420 (80 Zentimeter große Figur). Künstler unbekannt. Die Krone der sitzenden Maria wurde erst 1733 hinzugefügt.
  • Bildserie im Hauptaltar und die anderen herum stammen von Gottfried Bernhard Götz und seinen Schülern Schul und Zeiler. Das Bild Mariä Himmelfahrt seit 1790 in Rottenmünster. Dargestellt wird hauptsächlich Maria, aber auch die Schutzheiligen, der Abt Cîteaux und Äbte von Salem. Maria wird auch einmal als Zerstörerin der Sünde abgebildet, die Sünde dargestellt durch die Schlange. Maria ist auch als schwangere Muttergottes, deren Bauch gesegnet ist, dargestellt. Dabei weiß sie von der Niederkunft. In dem Bild ist ein Spiegel angebracht, der die Liebe Gottes symbolisch in Form von Licht an die Gläubigen verteilt.
  • Stuckarbeiten von Joseph Anton Feuchtmayer (darunter der Honigschlecker)
  • Deckenfresko des Chorraums: Esther bei König Ahasver um Gnade bittend und der strafende Jesus, während Maria für die Zisterzienser betet. Auch als Symbol gedeutet, dass Esther den Juden hilft und Maria der gesamten Menschheit.
  • Deckenbild im Langhaus: Über der Orgel sind Engel dargestellt, welche ein Konzert abhalten. Zur anderen Seite dominiert Maria die Decke. Ihr Blick gilt den Stiftern des Klosters Salem: Guntram und Mathilde von Adelsreute, als auch den Salemer Äbten. Der Stern deutet sowohl auf die Geburt Jesu, als auch auf den Morgenstern, der als Stern Marias gilt. Gesäumt ist das Spektakel von den Pilgern und auch der Maler Götz hat sich hier verewigt: Die Person mit dem gebrochenen Bein, was sich wohl tatsächlich während der Bauzeit ereignete.
  • Altäre für die Heiligen Erasmus von Antiochia (Seitenkapelle mit Stuckfiguren des St. Leonhard und St. Magnus) und St. Josef (mit Figuren des St. Stephanus und St. Laurentius und mit Figuren des St. Blasius und des St. Wendelin). Alles auch Schutzheilige der Pilger. Seitenaltäre sind für den Begründer der Zisterzienser: Bernhard von Clairvaux, samt dessen Wunder, und Benedikt von Nursia mit dem Honigschlecker als Symbol für die bekannt süße Rhetorik des Heiligen. Die Altäre im Chor sind Apostel Johannes (1750) und dem Evangelisten Johannes gewidmet. (Der Baldachin-Altar ist von Joseph Anton Feuchtmayer).
  • Hauptaltar 1790 von Johannes Georg Wieland umgestaltet.
  • Die ursprüngliche Orgel war von Johann Georg Aichgasser aus Überlingen. 1808 wurde sie, wie die Glocken, verkauft. Erst ab dem Jahr 1950 wurde eine neue Orgel gekauft. Heute erklingt die inzwischen dritte Orgel mit 39 Registern.
  • Acht von ehemals zwölf Stationen der Leiden Jesu, geschnitzt von Feuchtmayer und seinem Schüler Johann Georg Dirr. Sie wurden erst 1757 fertig.
  • Apostel Philippus um 1749 auf der Empore.
  • Holzfigur “Kriegsknecht” von 1754 von Feuchtmayer mit 39 Zentimeter Höhe.

Des Weiteren beherbergte man einen wahren Kirchenschatz, dazu gehörten Kunsthandwerk, Kelche, Kreuze und Monstranzen.

Wallfahrten der Basilika Birnau

Inzwischen erleben Wallfahrten ja wieder eine Renaissance und so kommen noch heute tausende Menschen, wenn auch nicht so oft aus religiösen Gründen, nach Birnau. Die Wallfahrten (mit tendenziellen Terminen) sind:

  • Fatima-Wallfahrt: 13. jeden Monats von Mai bis Oktober mit Rosenkranz, Messe und Lichterprozession. An einem 13. ist Maria in Fatima in Portugal erschienen.
  • Wallfahrt der Heimatvertriebenen: An einem Sonntag Mitte Mai.
  • Kroatenwallfahrt am letzten Sonntag im Mai.
  • Internationale Legionswallfahrt am ersten Sonntag im Juli mit Andacht und Prozession mit dem Gnadenbild durch die Weinhänge.
  • Männerwallfahrt zu Mitte/Ende September mit Rosenkranz.
  • Altenwallfahrt mit Rosenkranz und Messe.

Und am 2. Juli ist der Tag “Mariä Heimsuchung”.

Adresse der Rokoko Kirche Birnau

  • Birnau-Maurach 5
  • 88690 Uhldingen-Mühlhofen
  • Homepage

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