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Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Meersburg

Die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung am Rand der Altstadt von Meersburg mit ihrem klassizistischen Zügen.

Eine der schönsten Städte am Bodensee ist Meersburg mit seiner mittelalterlichen Ober- und Unterstadt. Viele Gebäude hier haben ihren Ursprung im Mittelalter. Die Kirche zwar auch, jedoch wurde sie im 19. Jahrhundert neu errichtet.

Kirche Mariae Heimsuchung Meersburg

Kirche Mariä Heimsuchung Meersburg

Geschichte und Kunst der Kirche Mariä Heimsuchung in Meersburg

Die katholische Kirche steht am Rande der Altstadt von Meersburg und wurde im Jahr 1275 erstmals in den Urkunden erwähnt. Es war das Jahr, in dem Meersburg als eigenständige Pfarrei etabliert wurde. Davor gehörte es zu Seefelden. Ihre Position ist auch der Tatsache geschuldet, dass sie einst Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war. Konkret betrifft das den Glockenturm, der weitgehend noch aus dem 13. Jahrhundert stammt und als Wehrturm diente. Das genaue Alter des ursprünglichen Gotteshauses lässt sich heute nicht mehr herausfinden.

Der Pfarrsatz (Pfarrei als Lehen) gehörte ab 1651 dem Stadtrat und anschließend dem Domkapitel. Ab 1696 eignete sich der Bischof den Pfarrsatz an. Bis vier Jahre nach dem Abriss war die Kirche dem Priesterseminar vorbehalten. Die Kirche wurde 1335 bereits im Stil der Gotik umgebaut, wobei man den Turm übernahm.

Das Langhaus wurde im Jahr 1824 komplett abgerissen und mit dem Jahr 1833 neu erstellt. Das Innere wird vom sogenannten “Weinbrenner-Stil” dominiert. Diese Bauweise ist nach dem seiner Zeit bekannten Architekten und Baumeister des Klassizismus Friedrich Weinbrenner benannt. Weinbrenners Bauwerke stehen oder standen vor allem in Karlsruhe und in Baden-Baden. Einige der Bauwerke im Weinbrenner-Stil wurden während des Zweiten Weltkriegs zerstört.

Dennoch finden sich in der Kirche viele Relikte aus dem Vorgängerbau. So ist der Hochaltar teils aus dem 15. Jahrhundert. Dort erkennt man Maria mit ihrem Sohn Jesus, die von Heiligen umringt sind. Die Seitenbilder des Altars zeigen die Patrone des Bistums Konstanz: Die Heiligen Konrad (ehemaliger Bischof) und Pelagius.

Die Seitenaltäre sind aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert und wurden von dem Künstler Mezger aus Überlingen geschaffen. Von ihm ist auch die Statue der leidenden Maria mit dem toten Jesus von 1920 auf der Orgelempore.

Zur Linken des Hochaltars wird die Mariä Heimsuchung (Maria trifft Elisabeth) mit Zarachrias (Elisabeths Mann) und Engeln gezeigt. In den Flügeln kann man bei genauer Betrachtung die Heiligen Alosius von Gonganza und Agnes erkennen. Rechterseits zeigt der Altar den Heiligen Sebastian zusammen mit dem Missionar Gallus und Bonifatius. Ihnen sind der Heilige Benedikt, der Heilige Franziskus, der Heilige Otmar und der Heilige Fridolin gemalter weise beigestellt worden.

An der Decke der Kirche prangt ein großes Deckenbild, das dem Zeitgeist der 1930er Jahre entsprungen ist. Das Bild deutet mit Schaufel und Bauplan den Kirchenbau an. Es zeigt einen rauchenden Brunnen, dem Maria emporsteigt.

Ein weiteres Kunstwerk in der Kirche ist ein Gemälde des Malers Christoph Storer aus dem 17. Jahrhundert (Nordwand), auf der die Flucht nach Ägypten bemalt ist. Des Weiteren findet sich etwas Barockes in Form von Büsten des Heiligen Petrus und Paul des Künstlers D. H. Herberger aus dem Jahr 1749 in dem Gotteshaus. Die Büsten befinden sich oberhalb der Seitentüren.

Die Orgel in dem Gotteshaus ist noch recht jung und wurde 2014 vom Orgelbauer Josef Maier gefertigt, wobei die alten Pfeifen für die Orgel neu gemacht wurden. Die Orgel verfügt heute über 36 Register.

Wo befindet sich die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung?

  • Kirchstraße / Stettener Straße
  • 88709 Meersburg

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