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Barrierefreier Tourismus in Oberschwaben

Der Tourismus in Oberschwaben sollte sich barrierefreier gestalten. Ein Plädoyer.

Die wunderschöne Region Oberschwaben lebt nicht nur vom Tourismus und doch ist es ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Ländle. Die meisten Menschen, die hier her kommen, nutzen die viele Natur für Sport aus. Seien es Wanderungen, Radtouren, Schwimmen in den unzähligen Seen oder auch Skifahrten beispielsweise im Allgäu – das Ländle bietet viel Auswahl in diesem Bereich.

Treppenaufgang der Burg Bussen Oberschwaben

Doch es interessieren sich auch immer mehr für die Geschichte der Region, die vielen Burgen und mittelalterlichen Bauten und selbstverständlich für die schwäbische Lebensart und Kultur. Allein die vielen Formen von Kässpätzle straffen manchen Bauch.

Doch für Menschen mit körperlichen Beschränkungen bleibt Oberschwaben in Teilen verschlossen. Eine Anreise mit dem Zug ist möglich, aber beschwerlich. Da macht sich ein Wohnmobil meistens besser. Dabei hat man schon eine große Auswahl an Stellmöglichkeiten und man kann sich derart die Städte mit ihren barocken Kirchen anschauen. Zudem stand früher alle paar Kilometer eine Burg und viele Adelssitze haben die Zeiten überdauert.

Für Menschen mit Behinderungen bleibt es aber zumeist mit dem Blick von außen. Denn viele Sehenswürdigkeiten verfügen nicht über die Barrierefreiheit. Dabei gibt es sogar Fördermittel, wenn man beispielsweise einen Treppenlift einbaut. Das könnte doch auch ein Anreiz für andere Personen sein, die Burghöhen zu erreichen. Anbieter dafür gibt es einige, wie diesen zum Beispiel.

Sicherlich wurde schon viel erreicht. So können sich beispielsweise die Insel Mainau, die Pfahlbauten in Unteruhldingen oder das Zeppelin-Museum rühmen, viel getan zu haben. In Friedrichshafen gibt es sogar ein barrierefreies Hotel – das Haus Knoblauch.

Denn die oftmals älteren Menschen machen einen immer größer werdenden Markt aus. Vor allem angesichts der Coronakrise und der Änderungen der Urlaubspläne, könnte hier doch etwas geschehen. Allerdings es geht ja auch nicht nur um Menschen mit Gehbeschränkungen, sondern auch um Menschen die über weniger Sinne verfügen.

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