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Burgruine Bußmannshausen

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Die Ortschaft Bußmannshausen in der Nähe von Schwendi hatte eine Burg und ein edelfreies Adelsgeschlecht.

Heute sieht man von der Burg, respektive Schloss, nicht mehr viel, nur wenige Steine verweisen auf den Adel der Ortschaft Bußmannshausen.

Burgstall Bussmannshausen

Geschichte von Burg und Ortschaft Bußmannshausen

Hier am Rand des Rottals liegt die kleine Ortschaft Bußmannshausen. Im 11. Jahrhundert schrieb man es Burmundeshusen, also das Hus (Haus) von Burmund. Haus in dem Sinne deutet auf eine steinerne Behausung und das war zu der Zeit eine Burg.

Schon lange vor der Erwähnung von Bußmannshausen im Jahr 1083, siedelten hier Menschen. Das mag daran liegen, dass man hier eine gute Übersicht über den Handelsweg hat. Beim Adel handelte es sich um Edelfreie, so dürfte die Burg aus der ersten Welle, also dem 10. Jahrhundert stammen. Die Burg nahm vermutlich das ganze Bergplateau ein und war durch die seitlich teils steil abfallenden Hänge gut geschützt. Vermutlich siedelten hier aber Menschen schon bevor die Burg entstand.

1239 wird ein Heinrich von Bußmannshausen erwähnt, hierbei geht es um eine Schenkung an das Kloster Hegbbach. Um diese Zeit herum verkauft der Adel auch Besitzungen in Laupheim.

Die Spur der Edelfreien von Bußmannshausen verliert sich 1290, als sie das letzte Mal erwähnt werden. Ein Eberhard von Bozmanshusen bezeugte, dass die Grafen von Merkenberg dem selbigen Kloster Ländereien übereignen.

Im 12. Jahrhundert gibt es vermehrt Einträge über die Grafen von Kirchberg in dieser Region. Wann sie genau hier die Macht übernommen haben, ist nicht dokumentiert, doch scheinen sie von altersher hier geherrscht zu haben. Zumal sie zeitweilig hier auch ihren Sitz genommen hatten. Vermutlich waren die Edelfreien im Dienst der Grafen von Kirchberg an der Iller.

Sie haben sich die Herrschaft bis zum 14. Jahrhundert erhalten, als es als Lehen an die Kaufmannsfamilie Besserer in Ulm ging. Sie machten ihre Ansprüche über die Verbindung zur Familie Mötteli aus Ravensburg geltend.

Die oberste Gewalt hatten die Österreicher, also Habsburger, inne, welche Bußmannshausen 1434 an den Ritter Hans von Rodt (Roth) verkauften. Dieser Adel nannten sich fortan von Bußmannshausen und blieb Herrscher über Bußmannshausen.

Im Jahr 1507, als sich das Mittelalter dem Ende näherte, übergab der Kaiser Maximilian I. Bußmannshausen als Lehen kurzzeitig an die Fugger – aus Geldnot. Die Gerichtsbarkeit blieb bei den Österreichern in Form der Landvogtei. Doch die Herren von Bußmannshausen blieben letztlich Herrscher bis in Jahr 1800. Die Mitglieder dieser Adelfamilie sollten auch in Konstanz als Abt noch Karriere machen. Durch das Zölibat starb der Adel aber aus. Nun folgte der Reichsfreiherr von Hornstein als Herr über Bußmannshausen.

Die Kämpfe im Religionskrieg im 17. Jahrhundert forderten in dieser Gegend besonders viele Opfer, auch in den nachfolgenden europäischen Krisen, die Erbfolgekriege Spaniens und der Krieg mit Napoléon, forderten in diesem Raum in der Nähe von Ulm einen hohen Tribut. Bußmannhausen gehörte nach der Säkularisierung kurzzeitig zu Bayern und ab 1810 zum Königreich Württemberg.

Doch die Burg trotzte den Kriegen und hielt stand. Vermutlich wurde sie, darauf deutet der Straßenname hin, im Laufe der Zeit zu einem Schloss umgebaut. Im Jahr 1909 brannte das Gemäuer bis auf die Grundmauern nieder. Heute steht von der einstigen Burg oder dem einstigen Schloss nur noch ein Mauerrest.

Wo befindet sich der Burgstall Bußmannshausen?

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