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Burgstall von Ahlen bei Uttenweiler

Der kleine Ort Ahlen verfügt über ein Geheimnis. Wo stand die Burg derer von Ahlen?

Die Ortschaft Ahlen kennen viele vom Durchfahren, denn Ahlen liegt an der B312, die von Biberach zur Schwäbischen Alb führt. Übrigens gibt es hier einen fest installierten Blitzer an der Kirche. Der kleine Ort, der zu Uttenweiler gehört, hat ein Geheimnis: Wo lag die Burg des Adels von Ahlen?

Burgstall von Ahlen Uttenweiler

Möglicher Burgstall von Ahlen Uttenweiler

Geschichte des Ortes Ahlen und die Frage des Burgstalls

Der Ort am Rand des Federseerieds wird erstmals 1120 in den Urkunden aufgeführt. Damals wurde er als Achelum bezeichnet. Später schreibt man auch Ahelon, vor allem in Bezug auf den Adel.

Beim Adel von Ahlen handelte es sich vermutlich um Edelfreie, die im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts mehrfach erwähnt wurden. 1265 bezeugte der Schenk Konrad von Winterstetten, dass Berthold von Ahlen auf seine Ansprüche gegenüber dem Kloster Schussenried verzichtete. Auch Walter von Emerkingen hatte Güter in Ahlen, die er den Gebrüdern Herward und Berhold von Ahlen als Lehen gab, die ebenfalls im 13. Jahrhundert dem Kloster Schussenried zugeschlagen wurden.

Weitere Güter erhält das Kloster Schussenried von Walter von Mundeldingen, die er von Berhold von Ahlen gekauft hatte. 1280 wird noch ein Dieter (Dietricus) von Ahlen als Zeuge erwähnt. Neben dem Kloster war vor allem auch das Spital in Biberach sowie Österreich (Habsburger) in Ahlen begütert. Später ging der Ort mit Biberach zunächst an Baden (1803), dann an Württemberg (1806).

Möglicher Burgplatz von Ahlen

Man weiß also vom Adel in Ahlen, dass er offenbar wirtschaftlich nicht immer gut dastand und Güter verkaufen musste. Was aus dem Adel wurde, ist genauso unklar, wie die Frage, wo die Burg stand. Diese wurde bereits im 12. Jahrhundert erwähnt und gelangte später ebenfalls in den Besitz des Spitals von Biberach. Dabei bietet sich ein Platz gut dafür an: 500 Meter westlich des Ortes ist eine Anhöhe, zwischen Ahlen und Ödenahlen.

Der Bereich ist gut geeignet und man kann weit über das Federseeried blicken. Einen natürlichen Wassergraben bildet die Ach, die zwischen Ahlen und dem möglichen Burgstall Ahlen fließt. Allerdings ist die Anhöhe nicht besonders hoch. Von der Kirche aus ist der Platz gut auszumachen.

Sicht auf Berg von Kirche Ahlen aus

Sicht auf Berg von Kirche Ahlen aus

Wo könnte die Burg gestanden haben?

  • GPS: 48.125350, 9.642759

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