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Ahnenforschung per DNA

Die Ahnenforschung per DNA ist beliebt und eignet sich auch als Weihnachtsgeschenk 😉

Die Geschichte Oberschwabens ist selbstverständlich von den Menschen hier geprägt. Doch diese kommen nicht immer schon aus Oberschwaben. Denn Schwaben als Herzogtum ist erst seit dem 10. Jahrhundert belegt, wobei es damals eher ein Akt der Willkür war, der zum ersten Herzogtum führte. Zuvor war es Alemannien. Nach und nach wurde Schwaben immer mehr zu einem Synonym.

Wurzeln auf Wegen Heiligenberg Wald

Vor den Alemannen waren in dem Landstrich, den wir heute Oberschwaben nennen, die Römer und Kelten angesiedelt. Es gehörte vor der Besatzung durch das Imperium Romanum zum Kerngebiet der Kelten und so finden sich hier viele Hinterlassenschaften, allen voran die Heuneburg.

Und auch die Kelten sind eingewandert. Von den Kelten spricht man erst ab dem ersten vorchristlichen Jahrtausend. Davor war das Gebiet der Glockenbecherkultur zugehörig, die ihren Namen vom glockenförmigen Kermamikhandwerk haben.

Davor spricht man von der Schnurkeramik-Kultur und es ist ja bekannt. Es gab die Steinzeit, aber wie sich die Leute unterschieden ist unklar. Viel weiter lässt sich die kulturelle Entwicklung nicht konkret fassen. Davor wanderte der moderne Mensch aus Afrika ein und vor dem modernen Menschen, lebten hier die sogenannten Neandertaler, die ihren Ursprung ebenfalls in Afrika hatten.

Man sieht also, Oberschwaben war schon immer ein Einwanderungsgebiet und so ist das eigene Wissen über die Herkunft, die eigenen Wurzeln schwer zu definieren. Man kann in den städtischen und kirchlichen Archiven nach dem eigenen Namen suchen. Das ist teils auch sehr erfolgreich.

Doch oftmals sind Unterlagen in den Kriegen, die über das Land zogen, verloren gegangen. Nicht nur im Ersten und Zweiten Weltkrieg, auch im Dreißigjährigen Krieg oder im Bauernkrieg wurden Unterlagen vernichtet. Die Germanen oder die Kelten führten gar keine Schrift und so kommt man mit dieser Herangehensweise – mit Lücken – höchstens bis zur Zeit der Römer, was nur selten gelingt.

Wer seine Ursprünge bzw. Vorfahren bei den Kelten oder den Germanen vermutet, der ist mit einer DNA-Analyse vielleicht besser bedient. Wo die eigene Herkunft liegt, lässt sich beispielsweise per DNA herleiten. Dabei wird das eigene Genmaterial, also die Erbanlagen, untersucht. Bei dieser Methode werden die sogenannten SNIPS unter die Lupe genommen. Das ist eine Abkürzung für Single-Nucleotide Polymorphisms. Zu Deutsch: Einzelnukleotid-Polymorphismus.

Das ist ein Teil der DNA, der beim modernen Menschen besonders variationsreich ist. Mit Abgleich der Datenbanken kann man derart einen Teil des eigenen Ursprungs herausfinden – aus welcher Ecke die Vorfahren kamen oder welchem ursprünglichen Volksstamm man zugeordnet werden kann.

Dabei geht es um keine eindeutige Bestimmung, da man keinen Vergleich der Verwandtschaft von vor Hunderten oder Tausenden Jahren hat. Es geht um eine prozentuale Herkunft. Allerdings kann man mit der Methode auch noch Verwandte finden, sofern deren Datenmaterial zur Verfügung steht.

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