Geschichte von Schemmerberg und der Kirche St. Martinus

Der kleine Ort Schemmerberg wird bereits im 9. Jahrhundert erwähnt. Es ist ein Haufendorf am Rand der Rißniederung, dessen Kirche von Weitem zu sehen ist.

Die Ortschaft Schemmerberg gehört zur Stadt Schemmerhofen und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Kirche ist dem Heiligen Martin gewidmet, dem Vorzugsheiligen der Franken. Der Ort ist eine Station des Jakobswegs.

Kirche Schemmerberg
Kirche Schemmerberg

Ortsgeschichte von Schemmerberg

Erstmals taucht der Ortsname 851 in den mittelalterlichen Urkunden als Scammara auf. Als Schammerberg erscheint der Ort dann 1267. Der Adel von Schemmerberg wurde ab 1127 erwähnt, deren Burg mutmaßlich auf der höchsten Erhebung des Dorfes lag. Die Grundherrschaft übten einerseits die Grafen von Wartstein und andererseits die Herren von Sulmentingen aus. Letztere erhielten ihren Teil vom Kaiser als Lehen.

Im Jahr 1267 tauschte das Kloster Salem Güter mit denen von Wartstein, um einen Teil des Areals zu besitzen. Ab 1496 erhielt das Kloster Salem mit dem Burgstall, der Mühle und weiteren Gütern der Herren von Sulmentingen das gesamte Dorf.

Zunächst oblag die Gerichtsbarkeit der Landvogtei Schwaben, aber ein Jahr nach dem Erwerb durch das Kloster erhielt Schemmerberg ein Gericht. Ab 1606 erhielt das Dorf auch die Obrigkeit und ab 1742 folgte die hohe Gerichtsbarkeit.

Das Schloss von Schemmerberg wurde am 26. März 1525 durch den Baltringer Haufen (Bauernkrieg) überfallen und später zerstört. Ab 1532 wurde das Schloss wieder aufgebaut und 1837 wurde es abgebrochen. Mit der Aufklärung kam Schemmerberg 1803 an die Fürsten von Thurn und Taxis und fiel ab 1806 an Württemberg. Noch bis 1849 bestand die Standesherrschaft.

Kirche St. Martin in Schemmerberg

Die Kirche des Heiligen Martinus in Schemmberg bestimmt das Ortsbild. Wie es die Patronage durch den Heiligen Martin andeutet, ist die Kirche bereits im Frühmittelalter gegründet worden. Die Franken, die die Alemannen christianisieren, könnten die Urpfarrei bereits im 6. Jahrhundert gegründet haben. Die Kirche gehörte zum Bistum Konstanz. Ab 1378 wird die Pfarrei dem Kloster Salem einverleibt.

Die Kirche wurde zuerst im Jahr 1275 erwähnt und um 1490 im Stil der Spätgotik umgebaut. Zu dem Zeitpunkt war die Burg zeitweise eine Ruine. Bis 1478 war die Kirche auch der Muttergottes gewidmet, danach nur noch dem Heiligen Martin. Über die Jahrhunderte wurde die Kirche oftmals umgestaltet, sodass die Neogotik viel Raum eingenommen hat.

Der Weg zur Kirche ist zwar etwas beschwerlich, aber dafür wird man mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Das barocke Pfarrhaus ist übrigens von 1757.

Wo befindet sich die Kirche Schemmerberg?

  • Oberer Kirchberg 17
  • Schemmerberg
  • 88433 Schemmerhofen
  • GPS: 48.193006834322986, 9.82454542421026

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