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Das Hohe Haus Konstanz

Das Hohe Haus von Konstanz und seine lange Geschichte.

Hohes Haus Konstanz

Die Stadt Konstanz hat einige historische Gebäude in seinem Kern, darunter auch das  Hohe Haus. Den Namen hat es, weil es das höchste Haus in Konstanz war, das keine Kirche darstellte. Heute fällte es vor allem ob der Wandmalereien ins Auge.

Geschichte und Kunst des Hohen Hauses in Konstanz

Das Haus wurde, anders als es an der Fassade steht, im Jahr 1295 gebaut. Das geht auf einen Übertragungsfehler aus dem Barock zurück. Damals war es der höchste Profanbau in der Stadt, was den Namen des Hauses erklärt.

Der Baustil, das zeigt sich besonders an den Fenstern, ist der der Gotik. Im Inneren finden sich aber auch noch romanische Reste aus der Bauzeit.

Das Haus verfügt über fünf Stockwerke und wurde von Bischof von Konstanz Heinrich von Klingenberg (Thurgau) bestellt. Dessen Bruder, Albrecht von Klingenberg, war damals der Vogt von Konstanz. Sie stellten im 13. Jahrhundert die mächtigsten Männer der Stadt – die damalige High Society.

Im Laufe der Jahrhunderte gab es mehrere Besitzer des Hauses. Nach den von Klingenbergs kamen Patrizier und Geistliche. Aber auch ein Wirtshaus war im 14. Jahrhundert hier einquartiert. Allesamt kamen aus dem Thurgau und nutzten das Gebäude als Residenzort.

Im Jahr 1389 gehörte das Haus dem Adel von Tettikoven, ebenfalls aus dem Thurgau. Während des Konzils zwischen 1414 und 1418 brachte man die hohe Gesellschaft unter. Beispielsweise Friedrich von Hohenzollern oder den Burggrafen von Nürnberg – mit seiner Tochter, die in Konstanz heiratet. Später werden deren Nachkommen übrigens zu den Herrschern über die Mark Brandenburg, das spätere Preußen.

Mit dem Bedeutungsverlust von Konstanz durch das Aufkommen der Habsburger, verliert auch das Hohe Haus an Prestige. Vermutlich ob des gotischen Stils wird es künftig von der Kirche genutzt, dem Adel war das zu altbachen. Die geistliche Herrschaft benutzt es als Amtshaus für die Verwaltung.

Im Jahr 1830 kaufte der Kaufmann Lorenz Volderauer das Haus von der Kirche und verkaufte es 33 Jahre später an den Metzger Riegger. Dessen Nachfahren eröffnen den Gashof zum Hohen Haus im Jahr 1878. Bis 1918 blieb es so, wobei man auch viel umbaute.

Danach wird es zum Heim für Lehrlinge in Konstanz und im Erdgeschoss zogen verschieden Geschäfte ein. Ab 1934 wird es ein Möbelgeschäft, das heute noch ist.

Im Inneren herrschte der Zahn der Zeit und 1956 hatte die Familie Hofele das Haus gekauft. Sie betrieben das Möbelgeschäft und vermieteten die Räumlichkeiten. Zehn Jahre später fiel das Haus einem Feuer zum Opfer. Wobei man bis heute nicht weiß, warum das Feuer ausgebrochen war. Eine junge Frau kam dabei aber ums Leben.

Danach, 1968, übernimmt wohnform das Haus und die Innhaber Schmidt bauten das Haus gemäß der Architektenpläne von Greiner wieder auf. Es entstanden die Arkaden und ein Fahrstuhl wurde eingebaut. Bei der Heizungsinstallation fand man die romanischen Grundmauern. Inzwischen hat man noch einige Veränderungen vorgenommen, wie die Verlegung des Eingangs. In den 1990ern baute man nach den Architektenplänen von Schaudt um und es entstand das Satteldach.

Im Jahr 1994 feierte man (fälschlicherweise) das 700jährige Jubiläum. Neben den Geschäftsräumen, gibt es im Hohen Haus auch Vorträge und Lesungen.

Fassadenmalerei Hohes Haus Konstanz

Die heute zu sehenden Wandmalereien stammen aus dem 20. Jahrhundert. Sie zeigen mittelalterliche Szenen. Im Spätmittelalter gab es bereits schon diese Wandmalereien, sie wurden 1580 gefertigt.

Wandmalereien Hohes Haus Konstanz

Die Malereien stammen aus der Hand des Künstler Brandes und zeigen das Leben des Fischmarktes in den alten Tagen des Mittelalters.

Die heute zu sehenden Malereien aus dem 20. Jahrhundert wurde mit den Mitteln der Stadt wieder hergestellt. In 1939 zog man die Pläne des Malers August Brand aus der Schublade und finanzierte die Renovierung. Diese waren von 1909. Heute fehlen dem Gemälde-Ensemble zwei Reiterbilder.

Wo befindet sich das Hohe Haus?

Die Besichtigung ist nur von außen möglich oder im Rahmen von Stadtführungen.

  • Zollernstraße 29
  • Ecke Hohenhausgasse
  • 78462 Konstanz

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