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Legende der versunkenen Stadt im Federsee

Die Legende der versunkenen Stadt im Federsee wird immer gerne erzählt und hier sei sie niedergeschrieben.

Um den Federsee gibt es einen Rundgang, den ich bereits beschrieben habe, und dazu die Legende vom Nebelmännle, das am Federsee spuken soll. Doch wie dort auch erwähnt, gibt es noch weitere Legenden um den Federsee bei Bad Buchau, wie beispielsweise die, der versunkenen Stadt.

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Legende der vergangenen Stadt im Federsee bei Bad Buchau

Vor langer Zeit gab es einmal eine Insel in mitten des Federsees und darauf stand eine Stadt. Diese Stadt war ansehnlich und wohlhabend. Sie war von einer stabilen Mauer umgeben und Tortürme sicherten sie vor Angriffen. In der Stadt stand eine große Kirche, denn es waren gute Christen dort zu Gange.

Aus dem Wohlstand wurde ein gewisses Maß an Reichtum und darüber hinaus vergaßen die Menschen in der Stadt ihrem christlichen Gott zu danken. Die Kirche war prächtig, doch in ihr war Ruhe eingekehrt. Die Sonntage wurden nur noch von einer Handvoll älterer Frauen für den Gottesdienst genutzt. Denn abends feierte die Gemeinde ihren Wohlstand mit Party, Tanz und dererlei mehr.

Eines Tages – am frühen Morgen – kamen einige Schiffe im Nebel zum Vorschein. Sie steuerten die Inselstadt an. Die Wächter schlugen mittels der Sturmglocke Alarm, doch die Angreifer waren schneller. Sie sprangen aus den Booten und eroberten die Stadtmauern. Ein langer Kampf begann, bei dem die Bewohner der Stadt das Nachsehen hatten.

Am Abend der Schlacht lagen überall die Erschlagenen herum, die Mauern waren geschliffen und die Türme zerbrochen. Der Qualm der brennenden Stadt war den Siegern jedoch egal. Sie feierten ihren Erfolg mit viel Bier und Wein, bis der Schlaf sie übermannte und die Insel plötzlich begann zu abzusinken und der Federsee die ganze Stadt verschluckte.

Die Legende besagt, dass man bei gutem Wetter und niedrigem Wasserpegel die alte Stadt hören und sehen kann. Der Kirchturm soll zuweilen herausragen und man höre das Bellen der Hunde und das Krähen der Hähne aus der Tiefe des Sees.

Der Wahrheitsgehalt der Legende?

Tatsächlich gab es einst eine Stadt im See, die auf Pfählen gebaut war und von einer Mauer umgeben war. Diese Mauer war jedoch aus Holz und die Bewohner waren Kelten. Im Museum von Bad Buchau kann man eine Rekonstruktion der Stadt sehen. Dass sie reich war, kann man wohl annehmen, denn der Fischfang war schon zur damaligen Zeit ein einträglicher Wirtschaftszweig.

Wasserburg Federseemuseum Miniaturnachbildung

Wohl stand dort keine Kirche, denn es dauerte noch Jahrhunderte bis das Christentum überhaupt erfunden wurde. Aber es ist vorstellbar, dass dort ein Tempel für die keltischen Götter oder nur eine Gottheit stand.

Ob der Reichtum der Stadt zu Begehrlichkeiten und schließlich zu einem Angriff führte, kann ebenfalls sein. Die Kelten führten untereinander auch Krieg. Die Stadt aus Holz mag dabei abgebrannt worden sein und wurde nicht mehr errichtet.

Der See war zu dieser Zeit auch deutlich größer, als er es heute ist. Aus der Insel ist vielleicht ein Teil des Sumpflandes geworden.

Die Legende mag an diese Zeit erinnern, nur dass sie über die Jahrhunderte verändert und angepasst wurde.

Wo befindet sich der Federsee?

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  • 88422 Bad Buchau

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