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Donaurenaturierung Sigmaringen

Im Süden von Sigmaringen wurde die Donau renaturiert. Dazu gibt es Infotafeln und einen Aussichtsturm.

Wenn man an der Donau entlang in Richtung Inzigkofen oder Laiz fährt, kommt man an einem Aussichtsturm aus Holz vorbei. Interessierte an der Renaturierung können den Turm hochsteigen und dort Informationen finden. Die Kleinen können solange die Korbschaukel nutzen. Wer nur genießen will, kann sich auf die Bänke setzen.

Aussichtsturm Donau bei Sigmaringen

Aussichtsturm Donau bei Sigmaringen

Renaturierungmaßnahmen an der Donau bei Sigmaringen

Oben bietet sich einen Blick auf die Renaturierungsmaßnahmen der Donau. Die Umbauarbeiten dazu starteten 2007 und wurden 2013 abgeschlossen. Die Kosten in Höhe von 210.000 Euro wurden von der EU und dem Land Baden-Württemberg getragen. Die Renaturierungsmaßnahmen wurden von dem Büro Adam, Landschaftsarchitekten aus Potsdam, übernommen.

Die Renaturierung der Donau an diesem Abschnitt impliziert abgeflachte Böschungen und es wurden kleine Inseln im Wasser der Donau aufgeschüttet. Damit entstanden auch Flachwasserzonen, die nach und nach von der Natur zurückgewonnen werden.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Donau nämlich begradigt und kanalisiert. Die Uferzonen wurden befestigt und gegen Ausspülungen mit Steinsenkwalzen geschützt. Die Bereiche wurden als Wiesen gestaltet und Kiesbänke im Wasser entfernt. Das führte zu einer ökologischen Verarmung des Flusses, da nur wenige Tiere und Pflanzen hier leben konnten.

Renaturierung der Donau bei Sigmaringen

Renaturierung der Donau bei Sigmaringen

Die Uferführung wurde daher im Winter, während der Vegetationspause, wieder renaturiert. Das meint, dass man die Uferlinie unterschiedlicher gestaltete. Derart wurden die Neigung der Böschung variiert, die Flachwasserbereiche durch die Inseln geschaffen und man ermöglichte der Donau, sich hier zu verbreitern. Letzteres dient auch dem Hochwasserschutz.

Dann hat man das Konzept der Natur überlassen, die das Areal seitdem verändert. Die Vegetation entwickelte sich in einem sogenannten Sukzessionsprozess, der ökologisch besonders wertvoll ist. Das bedeutet, dass hier zunächst Platz für Pionierarten war. Diese wurden von anderen Arten verdrängt, die aber nur dort wachsen können, weil die Pionierarten einen Humus geschaffen haben. Dieser Prozess der Sukzession hält an, bis sich die Florazusammensetzung nicht mehr ändert. Das erfolgt in der Regel durch dichtes Weidengebüsch.

Wo befindet sich die Renaturierungsstelle?

An der Donau auf dem Rad- und Wanderweg von Sigmaringen in Richtung Laiz.

  • GPS: 48.076844, 9.204702

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