Vor einigen Wochen wurden bei Bauarbeiten in Bad Waldsee Überbleibsel der Stadtmauer gefunden.
Die Stadt Bad Waldsee war, wie alle Städte im Mittelalter, von einer Stadtmauer umgeben. Davon gibt es noch einige Zeugen, wie der Vötschenturm oder das Wurzacher Tor. Aber auch am Stadtsee gibt es noch Teile der alten Stadtmauer. Bei Bauarbeiten auf der anderen Seite der Altstadt, in Richtung Bleiche, hat man nun weitere Reste der Stadtmauer gefunden.
Die Bad Waldseer Bank will dort ein neues Kundenzentrum aufbauen und dabei stieß man auf die Mauerreste, die vermutlich aus dem Jahre 1403 stammen. Die Stadtmauer lief damals auf der Rückseite des NKD, respektive der Bank, vor der Grabenmühlplatz. Wie der Name schon sagt, stand hier früher eine Getreidemühle. Der dazugehörige Bach ist jedoch bereits seit langer Zeit nicht mehr existent. Aber in der Stadtverwaltung denkt man darüber nach, diesen überbauten Bach wieder freizulegen. Noch heute ist die ehemalige Stadtmauer Teil des Gebäudes.
Die gefundenen Steine sind ockerfarbene Tuffsteine, wie sie im Altdorfer Wald bei Weissenbronnen abgebaut wurden. Sie waren wohl Teil des Zwingers, also zwischen zwei Wehrmauern verbaut.
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