Bei Bauarbeiten im Gewerbepark von Markdorf wurde eine Viereckschanze der Kelten gefunden. Sie stammt vermutlich aus dem zweiten und ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung.

Anhand von Pfosten und Befestigungen konnte man eine sogenannte Viereckschanze im Gewerbegebiet von Markdorf ausmachen. Der seltsame Begriff lässt eine Schanze vermuten, doch wir reden von einem keltischen Gutshof, der von Palisaden umgeben war. Diese waren zu einem Viereck zusammengesetzt. Auf dem Satellitenbild lässt sich noch eine dunkle Verfärbung des Bodens sehen, was wohl ein vorzeitlicher Graben mit einem Wall war.

Keltischer Gutshof Markdorf Riedwiesen KI-Bild

Keltischer Gutshof Markdorf

Der Platz entlang einer Straße, die vermutlich schon damals am Fuße des Gehrenbergs verlief, war sicherlich wohl gewählt. Im zweiten und ersten vorchristlichen Jahrhundert lebten die Kelten nicht mehr in gesicherten Hochburgen, sondern in umzäunten Gutshöfen.

Dieser Gutshof war von einem Wall und einem Graben umgeben und war durch nur einen Zugang erreichbar, der über eine Brücke verlief – etwa dort, wo heute der Riedgraben auf der südöstlichen Seite der Anlage verläuft. Vielleicht war auch dieser Graben mit Wasser gefüllt.

Es war mit dieser Fläche von einem Hektar ein recht großer Hof, der wohl damals sehr beachtet war. Der Gutshof verfügte über mehrere Gebäude und auch einen Brunnen. Eines der Gebäude war mit etwa 14 mal 8 Metern recht groß. Es handelte sich also entweder um einen repräsentativen Bau oder vielleicht waren es Werkstätten für die vorbeiziehenden Karren.

Die Forschenden gehen davon aus, dass sich in der Umgebung weitere Funde ergeben könnten. Dabei könnte der Muldenbach, der etwa 100 Meter weiter östlich verläuft, eine Rolle bei der Erhaltung der Gegenstände spielen.

Wo befand sich die Viereckschanze?

Wo die Straße „Viereckschanze“ eine Doppelkurve macht, steht man mitten in dem ehemaligen Gutshof.

  • Riedwiesen IV
  • Keltenschanze
  • 88677 Markdorf
  • GPS: 47.71268417002666, 9.403925318302225

 

 

 

Schwoable

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