Legende zum Groggental in Ehingen

Die Legende vom Untier im Groggental und wie der Name des Tals entstand.

Das Groggental erblickte man bereits von der Nordseite des Ehinger Konvikts. Die Obstgärten und Wiesen schmückten es einst und die Schmiech bahnte sich ihren Weg hindurch. An einer besonders tiefen Stelle, einem fast bodenlosen Gumpen der Schmiech, gab es vor langer Zeit ein grässliches Untier. Den Geschichten nach soll es wie ein riesiges Krokodil ausgesehen haben, das in den Untiefen der Schmiech hauste.

War der Magen des Untiers leer, kroch es aus dem Wasserloch und pflatschte durch den Sumpf des Ufers der Schmiech. Dort lauerte es begierig auf seine Beute und es machte auch vor Menschenfleisch nicht halt. Von Ehingen bis Schmiechen war das Tier gefürchtet. Es fraß alles, was ihm vor das Maul lief.

Daher hatte das Groggental einen schlechten Ruf und die Leute vermieden es, sich dort blicken zu lassen. Obwohl es eine Abkürzung war, nutzte sie über Jahre, wie das Tier dort hauste, kaum jemand. Bis eines Tages ein Ehinger beschloss, dem Tier nachzustellen und zur Strecke zu bringen.

Vom Schmied der Stadt ließ er sich einen Spieß aus dem härtesten Eisen schmieden. Der Stahl wurde häufiger als sonst gefaltet und zigmal geschärft wurde. Außerdem schützte er sich mit einem Panzer vor dem Tier. Er zog aus, das Untier zu erledigen. Schon nach kurzer Zeit erblickte er das Tier im Groggental und das Tier ihn. Sie schauten sich in die Augen.

Das Untier wuchtete seinen schweren Körper dem Angreifer entgegen und schnappte nach dem Mann. Dieser wich zurück. Aber das Tier richtete sich auf. Es verlagerte sein Gewicht auf die Hinterbeine und gab damit eine empfindliche Stelle am Hals frei. Die Chance ergreifend, warf der Ehinger den Speer nach dem Tier und traf es am Hals. Der Speer bohrte sich in sein Fleisch.

Sofort brach das Tier zusammen und war tot. Die Ehinger feierten es und nannten das Tal vor den Toren Ehingens fortan “Groggental”.

Schmiech Ehingen

Wo befindet sich das Groggental

Schwoable

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