An einer Kreuzung in der kleinen Ortschaft Kalkofen bei Hohenfels steht eine barocke Bagnato-Kapelle.
Johann Caspar Bagnato war ein bekannter Baumeister während der Zeit des Barocks und vor allem für den Deutschen Orden tätig. In diesem Zusammenhang baute er beispielsweise die Wallfahrtskirche in Birnau, am Schloss Markdorf oder das Schloss Altshausen. Auch sein Sohn hatte es mit der Tätigkeit als Baumeister zu Ruhm gebracht.
In dem kleinen Ort Kalkofen steht ein Gotteshaus vom Sohn des bekannten Baumeisters, das erkennt man bereits an der Farbe der Kapelle.
Der Ort Kalkofen hat seinen Namen, ob der Funktion im Mittelalter. Im Jahr 1086 wurde der Ort als Calophe erwähnt und fast 200 Jahre später als Calkovin. Hier war also eine Kalkbrennerei, die im 11. Jahrhundert gegründet wurde.
Das Kloster St. Georgen bekam das Gut von dem Edelfreien Adelbero, welcher dort 1086 die Kalkbrennerei gründete. Im 14. Jahrhundert kamen die Herren der nahe gelegenen Burg Hohenfels zu Neuhohenfels an die Ortschaft. Einen Teil der Ortschaft Kalkofen stifteten sie dem Kloster Wald.
Die Herren von Jungingen kamen im 15. Jahrhundert durch eine Erbschaft an Kalkhofen und bauten die Ortschaft aus. Inzwischen hatten auch das Kloster Salem, das Kloster Sipplingen und selbstverständlich auch die Habsburger aus Österreich Höfe und Güter in Kalkofen. Dennoch gehörte das Dorf vor allem den Herren von Neuhohenfels, welche es im Jahr 1506 an den Deutschen Orden verkauften. Ab 1806 gehörte der Ort zu Hohenzollern-Sigmaringen.
Die Kapelle ist verschlossen, doch bietet sie schon von Außen den typisch barocken Bagnato-Stil. Doch dieses Gotteshaus ist vom Sohn des Großmeisters, von Bagnato dem Jüngeren.
Erbaut wurde die Vorgängerkapelle im Jahr 1695. Unklar ist, ob schon davor an dieser Stelle eine Kapelle stand. Die Kapelle ist zu Ehren der Muttergottes, Elogius, Antonius von Padua und Katharina erbaut worden.
Im Jahr 1760 wurde die Kapelle von Bagnato dem Jüngeren umgebaut. Die rötliche Farbe ist deren bekanntestes Stilelement. Die Kapelle ist eine Filiale der Pfarrei Liggersdorf.
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