Die Niederburg Schelleneigen entlang der Rot bei Eichberg bei Berkheim.
Wenn man von Berkheim auf der Kreisstraße 7583 nach Westen fährt, kommt man zunächst an dem Burgstall Berkheim und später noch auf den Burgstall Schelleneigen vorbei. Eine Verbindung kann angenommen, aber nicht belegt werden.
Die Burg, die einst hier stand, war eine Niederburg auf 590 Metern über NN und war vermutlich von einem Wassergraben zur Verteidigung umgeben. Das legt die Nähe zu dem Fluss Rot nahe, der in rund 100 Meter Entfernung an der ehemaligen Burgstelle vorbei fließt. Ob der kleine Kanal der Grabenmühle, welche rund 300 Meter weit weg ist, den Vorläufer darstellt, war nicht herauszufinden.
Der Burgstall befindet sich auf einer Lichtung hinter dem Hof, der selbst über interessante Architektur verfügt. Möglicherweise stand schon zu Burgzeiten hier ein Hof, der die Burg versorgte. Von der Burg kann man heute nichts mehr ausmachen. Im 19. Jahrhundert sollen aber noch Verteidigungswälle und -Gräben zu sehen gewesen sein. Vielleicht war der Hof ein Bauhof, von dem aus die Burg errichtet und später versorgt worden ist. Dazu habe ich aber auch nichts gefunden.
Dass es eine Burg gab, kann man in den mittelalterlichen Urkunden nachlesen. Im Jahr 1518 wurde die Burg genannt, jedoch geht dabei nicht hervor, wer sie bewohnte oder wann sie von wem erbaut wurde. Auch das Ende des Herrschaftssitzes ist im Dunkel der Geschichte verloren.
Dies gilt gleichermaßen für die Ausmaße der Burganlage. Es wird eine Verbindung zur Grabenmühle angenommen. Vielleicht war der Hof auch ein Teil der Burganlage, zumal eine kleine Kapelle gut 200 Meter vom Burgplatz entfernt in der Nähe des Grabens liegt.
Der Name Schell kann man mit wild oder laut herleiten, was sich vielleicht auf das Gewässer bezieht. Nur ein weiteres Indiz lässt sich aus den Urkunden bergen: Die Burg war zuletzt im Besitz des Klosters Rot. Ob der dort ansäßige Adel im Dienste des Klosters stand, kann angenommen werden.
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