Rathaus-Schloss von Langenenslingen
Der kleine Ort Langenenslingen liegt eingebettet von der Schwäbischen Alb zwischen Biber- und Holzbach. Langenenslingens Geschichte beginnt vielleicht schon mit den Kelten, die in der Nähe einen bedeutenden Kultplatz betrieben.
Im endenden Mittelalter kam Langenenslingen unter die Herrschaft der Grafen von Hohenzollern. 1535 erwarb Karl I das Lehen über die gesamte Grafschaft Veringen, wozu auch Langenenslingen zählte.
Als das Haus Hohenzollern geteilt wurde, ließ Karl II von Hohenzollern-Sigmaringen das Jagdschloss in Langenenslingen erbauen. Über zwei Jahre bis 1578 wurde der Repräsentationsbau hochgezogen.
Es entstand ein rechteckiger Zweigeschosser mit einer ausgeprägten Symmetrie, wie sie auch heute noch vorherrscht. Ob die Türme damals schon vorhanden waren, ist ein Geheimnis. Denn das heutige Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Während des Dreißigjährigen Kriegs, 1630, durch den Baumeister Hans Alberthal noch umgestaltet und erweitert, wurde das Gebäude 1633 von schwedischen Truppen zerstört. Dennoch wurde es anschließend wieder neugebaut und das ist heute noch sichtbar.
Denn 2003 wurde das Gebäude in seinen eigentlichen Zustand versetzt und damit so gut wie aus dem 17. Jahrhundert. Später wurde auch das Wappen des Fürsten Meinrad II. von Hohenzollern-Sigmaringen (1689–1715) und seiner Gemahlin Johanna Katharina Gräfin von Montfort-Tettnang (1678–1759) in Stein gemeißelt. Als Meinrad 1715 starb, wurde das Jagdschloss zum Witwensitz.
Eine Kapelle zu dem Renaissance-Bau, der auch barocke Züge hat, wurde 1811 abgerissen. In diesem Jahr verkaufte der Adel das Anwesen. Die Gemeinde kaufte es 1855 an und drei Jahre später, im Jahr 1858, wurde das Haus umfunktioniert. Es zogen die örtliche Schule und die Ortsverwaltung ein. Ein Rathaus ist es immer noch, eine Schule blieb es bis 1964.
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