Leiterberg Ostrach-Wangen
Von der Burgstelle auf dem Leiterberg bei Ostrach-Wangen.
Nördlich von Ostrach liegt der kleine Ort Wangen, in dessen Nähe mal die Burg Leiterberg stand.
Kleine Geschichte des Ortes Wangen bei Ostrach
Links des Gewässers Ostrach und im Norden der Stadt Ostrach liegt die kleine Gemeinde Wangen. Aus einer Chronik des 16. Jahrhunderts weiß man etwas über den Ort. So soll dieser schon vor 799 entstanden sein. Der Name rührt von der Lage her: ein geneigtes Stückchen Land.
Der Ort gehörte zur Grafschaft Heiligenberg, die in Wangen die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. Das meint, dass der Graf den Richter stellte, wenn es um kleinere Delikte ging. Die Grundherrschaft übte der Graf von Sigmaringen aus, der den Flecken 1680 dem Kloster Salem übereignete.
1806 kam Wangen, wie die Region, nach Baden und das, obwohl es sich innerhalb des Gebiets der Hohenzollern (Preußen) befand.
Viel ist es nicht, was man von der Burg und seinen Bewohnern weiß. Es handelte sich um eine Höhenburg, die auf dem Sporn des Leiterbergs saß. Dieser befindet sich rund 500 Meter nordwestlich des Dorfes Wangen auf 620 Metern Höhe.
Heute sieht man fast nichts mehr von dem Anwesen, das einst die Heimatburg des Niederadels von Wangen war. Dieser ist von 1243 bis 1262 in den Urkunden erwähnt. Vermutlich wurde die Anlage kurz zuvor erbaut. Man weiß, dass die Burg im 17. Jahrhundert abgerissen wurde. Man brauchte die Steine für den Hausbau in Wangen und bediente sich an der Burgruine.
Außer einem flachen Graben und dem Burghügel sowie ein wenig Bauschutt ist von der ehemaligen Anlage nichts mehr übrig. Wie die Burg einst aussah, kann man auf einer Karte aus dem 16. Jahrhundert erkennen. Doch der Ausschnitt des Leiterbergs zeigt vielleicht schon eine Ruine. So erinnert das Anwesen von oben an den Buchstaben F.
Die Karte wurde von dem Ulmer Philipp Renlin d. Ä. für einen Rechtsstreit zwischen dem Grafen von Hohenzollern-Sigmaringen und dem Truchsessen von Waldburg erstellt.
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