Hinderofenhaus Wangen
Das Hinderofenhaus in Wangen im Allgäu ist ein Renaissance-Gebäude mit italienischen Einflüssen.
Die Stadt Wangen im Allgäu verfügt über eine mittelalterlich geprägte Stadt, die aber auch jüngere Gebäude beherbergt. Dazu zählt das Hinderofenhaus aus der Zeit der Renaissance. Es steht am Marktplatz und ist mit seinem Erkerturm ein echter Blickfang.
Das Hinderhofenhaus am Marktplatz entstand im Jahr 1542 im Auftrag des Kaufmanns Onofrius Hinderofen. Damit ist auch der Namen des Hauses geklärt. Das Haus ist im Stil der Renaissance gebaut und hat den Touch eines italienischen Palazzo. Das war im Erbauungsjahr auch im Trend der Zeit, der in Italien geprägt wurde.
Onofrius Hinderofen war ein Mitglieder Handelsgesellschaft in Ravensburg. Das Haus ließ er drei Jahre nach einem Brand, der weite Teile der Innenstadt verwüstete, errichten. Im Stil der italienischen Renaissance ist das Haus mit einem Innenhof ausgestattet. Auch die Fensterverzierungen erinnern an Bauten in Norditalien.
Das Haus mit seinen drei Geschossen ist traufständig, oben steht das verputzte Fachwerk leicht über. Es verfügt über ein Satteldach und Dachgauben. An der Fassade ist eine Madonnenfigur eingelassen. Der Kern ist nach wie vor aus dem 16. Jahrhundert, aber im 20. Jahrhundert hat man Änderungen vorgenommen. Dazu zählt beispielsweise das Schaufenster.
Im Jahr 1582 hat die Stadt das Haus bereits gekauft und unterschiedlich genutzt. So diente es eine Weile dem Orden der Kapuziner als Konventsgebäude oder als Kanzleigebäude der Stadt. Das Haus ging 1803 mit der Stadt an Bayern und später an Württemberg. 1966 kaufte die Stadt das Gebäude dem Land ab.
Heute werden die oberen Räumlichkeiten von der Stadtverwaltung und von der Volkshochschule genutzt. Außerdem gibt es eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Wolfgang von Websky im Stil des Expressiven Realismus.
Im Erdgeschoss hat sich das Café Hinderofen etabliert. Es bietet innen Platz für 60 Gäste und man kann auch draußen sitzen.
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