Donaurenaturierung bei Binzwangen

Entlang der Donau gab es einige Renaturierungsmaßnahmen. So auch bei Binzwangen, wo die Donau wieder durch ihr ursprüngliches Bett fließt.

Die Donau war schon bei den Kelten eine wichtige Lebensader, da der Fluss auch damals schon ein Handelsweg war. Davon zeugt auch die keltische Heuneburg, die in diesem Abschnitt der Donau liegt. Im Bett der Donau hat man bei Baggerarbeiten auch Zeugnisse aus dieser Zeit gefunden. Außerdem sind Funde aus der Zeit des Mittelalters zutage getreten. Auf einem Grabhügel entlang des Donau-Radwegs findet sich eine stichpunktartige Listung der geschichtlichen Daten der Gegend um Hundersingen.

Im Laufe der Industrialisierung, zwischen 1827 und 1914, wurde die Donau, wie auch der Rhein, begradigt und quasi umgebettet. In der Folge ist das Grundwasser zurückgegangen und die Donau-Auen trockneten aus. Das ergab natürlich zunächst gutes Land, was man “beackern” konnte. Diese Anstrengungen wurden nun wieder zurückgenommen.

Donaurenaturierung zwischen Riedlingen und Mengen

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Zwischen Hundersingen und Binzwangen wurde die Donau auf fast drei Kilometern wieder in ihren ursprünglichen Lauf gebracht. Zwei Jahre haben die Rückbaumaßnahmen gedauert und sollen vor allem den ökologischen Belangen genügen. Hier sollen sich Flora und Fauna wieder verstärkt entfalten können. Die Fische können beispielsweise in dem flachen Wasser besser laichen.

Zur Renaturierung hat man die Donau auch rechtsufrig ausgeweitet und auch einige Kies-Inseln reduzieren die Strömung. Der Landerwerb hat das Land Baden-Württemberg 2,6 Millionen Euro gekostet. Der neue Donauverlauf hat eine Tiefe von zwei bis drei Metern. Die Uferbefestigung wurde “natürlich” entfernt. Boote kommen übrigens nur noch bis nach Binzwangen, dort gibt es einen Aus- und Einstiegsplatz.

Doch das Naturspektakel der Donau ist auch so eine sehenswerte Angelegenheit. Im Sommer kann man hier im Übrigen auch wunderbar baden und dabei ist man fast ungestört! Außerdem ist es perfekt für Wanderungen oder Radtouren.

Ein weiterer Grund für die Renaturierung, ist die jährliche Überflutung. Das Hochwasser kann besser abfließen und es verursacht weniger Schaden, wenn es die natürlichen Auen der Donau überschwemmen kann. Die Donau fließt sodann auch nicht mehr so schnell und das Grundwasser soll dadurch wieder ansteigen. Die Strömung der Donau hier in Oberschwaben wurde durch die Baumaßnahmen kontrollierend gestaltet. Das sieht man auch in einem der hier verfügbaren Bilder.

Es gibt im Übrigen am 29. Juni auch den internationalen Donau-Tag. An diesem Tag wurde 2012 das neue Donau-Flussbett offiziell gefeiert. Bis heute beschweren sich aber tatsächlich einige Anlieger über das nun zu hörende Plätschern des Flusses in seinem Originalverlauf.


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