Direkt neben der viel befahrenen B30 lag eine (vermutete) Burg – die der Herren von Schachen.
Schachen ist ein kleiner Ort bei Baindt und liegt westlich davon. Heute sieht man von der ehemaligen Burg nur noch eine Anhöhe.
Das Areal befindet sich direkt neben der B30, so fahren tagtäglich tausende Menschen an dieser Sehenswürdigkeit vorbei, vermutlich ohne es zu wissen. Leider wissen die Forschenden aber auch nicht so viel über die Burg. Tatsächlich ist es nicht gesichert, dass es überhaupt ein Burgplatz ist, jedoch gibt es einige fürsprechende Indizien.
Die Lage wäre durch sumpfige Wiesen geschützt gewesen, wo heute Landwirtschaft betrieben wird. Die Form des Hügels lässt darauf schließen, dass dieser künstlich angehoben und eingeebnet wurde. Zwar meint man das Stück Hügel im Wald, jedoch ist der dahinter liegende Teil ebenfalls angehoben und eingeebnet worden, so meine Sicht.
Nur noch im südöstlichen Teil des Burgstalls finden sich noch Grabenreste. Vermutlich war der Zugang zur Burg im Osten. Doch fanden sich auf dem Terrain keine Mauerreste. Entweder wurden die Mauern komplett abgetragen oder dort stand eine Burg aus Holz. Vermutlich eine Turmburg. Ein dazugehöriger Hof in der Nähe war der Bauhof, als der Zulieferer.
Herren von Schachen
Der Adel von Schachen wird bereits 1241 als Scachen erwähnt, was wohl so viel bedeutet wie kleiner Wald.
Die Herren von Schachen waren vermutlich Ministeriale, als Ritter. So gibt es aus dem Jahr 1282 einen Nachweis für einen Diepold von Schachen. Damals verpfändete er Güter und Bauern in Niederbiegen an das Kloster Weingarten, das auch Grundstücke in Schachen besaß. Auch die Komtur in Altshausen hatte im 13. Jahrhundert Besitz in Schachen, das 1286 verkauft wird.
Zwei Jahre zuvor wurden auch die Brüder Heinrich und Ulrich von Schachen erwähnt, die eine Wiese verkauften. Vermutlich ging die Wiese an Schenk Konrad von Bienburg, der sie 1296 an das Kloster Baindt verkaufte.
Direkt oberhalb des Burgplatzes befindet sich im Übrigen ein Restaurant, eine Pizzeria mit einem ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. Von dem Biergarten kann man ebenfalls einen Blick auf den Burgplatz werfen.
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