Im Nordosten von Bad Waldsee gibt es ein Stückchen belassene Natur: den Bannwald Brunnenholzried oder auch Urwald genannt.
Einen wirklichen Wanderweg durch das Ried gibt es nicht, ein GPS Gerät
Um den Bannwald kann man auch herum wandern, Schilder weisen auf den Weg durch den Urwald hin. Diese Schilder geben auch Auskunft darüber, dass man keine Pflanzen oder Früchte sammeln darf und auf den Wegen bleiben soll.
Schon 1924 wurde das Stückchen Wald zu einem Naturschutzgebiet erklärt, damit zählt es zu den ältesten des Landes Baden-Württemberg. Der Wald wird nicht aufgeforstet und komplett der Natur überlassen. Daher geht man auch auf eigene Gefahr hindurch. Es kann durchaus sein, dass Äste abbrechen oder gar ganze Bäume umfallen, wie man es dort auch immer wieder sieht. So sind auch die Schädlinge hier ungehindert vorgedrungen, was ebenfalls zu einem Baumumfallen geführt haben kann.
Die Flora im ursprünglichen Moor, dem heutigen Ried, besteht im Brunnenholzried vornehmlich aus Farnen, Buchen und Fichten. Was auch davon zeugt, dass das Ried sich immer weiter zurückzieht. Außerdem gibt es hier noch die seltene Spirke, daher gilt es auch als Spirkenhochmoor. In letzter Zeit bemüht man sich vermehrt das Moorgebiet zu erhalten und auf seine ursprüngliche Größe zu erweitern.
Vor einiger Zeit gab es Diskussionen, ob es in der Nähe einen Campingplatz geben soll. Der Eigentümer des Hofguts Elchenreute wollte dort ein groß angelegtes Freizeitangebot schaffen. Der BUND stellte sich dem entgegen.
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