Der Baggersee Möllenbronn im Gebiet von Fronhofen ist teilweise zum Baden freigegeben, doch ist die Luft elektrisierend.
Der Baggersee befindet sich in der Nähe des Asphaltmischwerks in Möllenbronn und zwar dort wo die Stromleitungen über den See führen, übrigens unweit des Schreckensees. Der Baggersee liegt entlang einer Kreisstraße, die auch von den LKWs, die zum Asphaltmischwerk fahren, genutzt wird. Die Wasserqualität wird alle Jahre gemessen und seit 2011 ist sie mit dem Prädikat ‘Ausgezeichnet’ gekennzeichnet.
Im See kann man baden und auf dem See angeln oder man kann auch um den See herumwandern, der zumeist von einem Wald gesäumt ist. Denn die Natur hier ist auch recht schön und gehört zum Naturschutzgebiet “Blinder See”. Der Baggersee hat außerdem ein schönes blau – nicht so bezaubernd wie beim Blautopf, aber dennoch recht schön anzusehen.
Die Temperatur des künstlichen Sees kann im Sommer über 20 Grad Celsius erreichen, er ist also auch schön warm. Eine kleine Wiese wird als Liegewiese genutzt und stellt den Eingang zur Badestelle dar. Etwas den Hang hinab kommt man zur Badestelle, die durch eine Holzkonstruktion gesichert ist.
Nur über diesen Zugang und bis zu den Bojen darf man den Baggersee erschwimmen. Aber man darf nicht weiter als dorthin oder den See an einer anderen Stelle betreten.
Da es sich um ein Privatgrundstück handelt, ist das Baden und der Aufenthalt auf dem Gelände nur in der Zeit von 6.30 Uhr bis 21 Uhr gestattet. Daher ist hier auch das Camping und Lagerfeuer machen verboten. Das Baden an dem See erfolgt unbeaufsichtigt: Man badet also auf eigene Gefahr.
Wegen des Angelns auf dem See darf man außerdem das Wasser nicht verunreinigen oder Hunde darin baden oder herumlaufen lassen. Zudem darf man nur baden und keine Luftmatratzen oder ähnliches mit ins Wasser bringen. Und man darf keine Musik abspielen oder derartige Geräte betreiben, vermutlich um die Fische nicht zu verschrecken.
Zu den zahlreichen Fischarten im See gehören beispielsweise große Exemplare des Karpfens oder des Hechts. Um hier Angeln zu wollen, braucht man eine Anglerkarte vom Eigentümer, dessen Preiskategorien zwischen Ufer und Boot variieren. Pro Jahr kann das schon ein dreistelliger Betrag sein.
Wenn man sich der Badestelle nähert, hört man ein Knistern in der Luft. Das kommt anzunehmenderweise von den Stromleitungen, die hier über das Wasser führen. Ein seltsames Gefühl, muss ich gestehen.
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