Pfeilerbasilika Pfullendorf | St. Jakobus Kirche

Die Pfeilerbasilika in Pfullendorf im Linzgau ist eine gotisch-barocke Kirche, die unter Denkmalschutz steht.

Wegen des prächtigen Barock im Inneren der Kirche findet sich die St. Jakob Kirche auch auf der Westroute der Oberschwäbischen Barockstraße.

 

Geschichte des Stadtkirche St. Jakobus | Pfullendorf

Die Kirche stammt in ihrem Ursprung aus dem 14. Jahrhundert. Die Arbeiten begonnen genauer gesagt 1352. Doch die Bauarbeiten zogen sich hin und erst über 100 Jahre später wurde sie vollendet. Dahingehend hat man sie im Design vermutlich auch umgeändert. Sie steht auf einem Sandsteinfels.

1481 wurde die, ein Jahr zuvor fertiggebaute, Kirche eingeweiht. Es war eine gotische Kirche, wie man heute noch an den hohen Fenstern erkennen kann. Die Höhe wird durch die Pfeiler gesichert, weswegen sie auch eine Pfeilerbasilika genannt wird. Basilika ist im Übrigen eher ein Titel, als ein deskriptives Merkmal. Der Titel wird vom Papst vergeben und soll bedeutende Gotteshäuser auszeichnen.

Besonders dominant ist der Kirchturm, welchen man schon von der Ferne und so gut wie von jedem Platz in der Stadt sehen kann. Dieser ist ebenfalls im Stil der Gotik geschaffen und zählt in der Region zu den Schönsten seiner Art. Dort befindet sich auch das Geläut, das schon einige Jahre hinter sich hat.

Pfeilerbasilika Pfullendorf

Das Innere des Gotteshauses ist ein prachtvoller, barocker Anblick. Dies wurde im Jahr 1750 veranlasst. Damals wurde der Baumeister aus Salem, Hans Saphoi, engagiert.

Neben dem schmucken Barock mit Schnörkeln und Stuck (von Johann Jakob Schwarzmann und ausgemalt von Meinrad von Ow), befinden sich einige kostbare Gemälde und Figuren im Inneren. Noch aus dem 18. Jahrhundert stammen die Bilder der Heiligen. Ebenfalls aus der Zeit stammt auch der Altarflügel mit dem Heiligen Johannes und Wolfgang von Regensburg. Selbstverständlich ist auch der heilige Jakob vertreten.

Die Blicke ziehen die Altäre auf sich, sie stammen von dem Künstler Joseph Anton Feuchtmayer, der auch in Schloss Tettnang und Schloss Salem seine Werke hinterließ. Das barocke Gestühl des Chors stammt aus der Werkstatt von Franz Hops.

Ebenfalls dominant auf der anderen Seite der Kirche, ist die Orgel, deren Gehäuse ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt. Mit 30 Registern und über 2.800 Pfeifen kann der Organist tätig werden, was sich im Klang auszahlt.

Adresse der Pfeilerbasilika St. Jakobus

  • Kirchplatz 2
  • 88630 Pfullendorf
  • GPS: 47.924570, 9.255487
Schwoable

Neueste Beiträge

Schatzgräber vom Kocherhof bei Kisslegg

Venezianische Münzen, ein verschwundener Hof und ein Geist: Die Legende der Schatzgräber vom Kocherhof im…

2 Wochen ago

Alte Pfarrkirche St. Mauritius Langenenslingen

Die Geschichte der alten Pfarrkirche St. Mauritius in Langenenslingen. Der Ort Langenenslingen liegt am Rande…

3 Wochen ago

Die Mühlen von Baienfurt

Für Baienfurt hatte die Wolfegger Ach eine grundlegende Bedeutung und damit auch die Mühlen im…

1 Monat ago

Keltisches Wagengrab bei Unlingen | Grabhügel an der Donau

Ein frühkeltisches Wagengrab mit einer womöglich etruskischen Reiterfigur - ein seltenes Zeugnis der keltischen Hochkultur…

1 Monat ago

Urlaub in Oberschwaben – besser nicht mit der Bahn

Seit Jahren fahre ich durch meine Heimat Oberschwaben und habe bereits etwa 1.000 Sehenswürdigkeiten besucht…

2 Monaten ago

Das Paul-Fagius-Haus in Isny im Allgäu

Das heutige Paul-Fagius-Haus in Isny im Allgäu war einst das mittelalterliche Altersheim: das Heilig-Geist-Spital am…

2 Monaten ago