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Wilhelmshöhe Leutkirch im Allgäu

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Heute ist die Wilhelmshöhe ein Platz für Festivitäten, jedoch reicht die Besiedlung der heutigen Wilhelmshöhe zurück bis in die Steinzeit.

Die Wilhelmshöhe wird oft liebevoll, der heilige Hain genannt und hieß zuvor Hohberg. Der Name Wilhelmshöhe wird für den Berg erst im Jahr 1818 erstellt, zu Ehren des damaligen König Württembergs, Wilhelm I.. Wegen der damaligen Bautätigkeit und einigen Erdrutschen weiß man heute recht wenig über den Berg inmitten Leutkirchs im Allgäu. Und er gehört zu den Sehenwürdigkeiten der Stadt.

Bergplateau Wilhelmshoehe Leutkirch

Der Anstieg kann über eine Treppe gewagt werden, was anstrengender ist, als der Serpentinen weg, der den Treppenaufgang kreuzt. Von der anderen Seite gibt es einen geteerten Weg auf die Wilhelmshöhe, das auch mit dem Auto angefahren werden kann.

Für den Aufstieg bekommt man ein anständigen Blick über Leutkirch, vor allem wenn das Laubkleid der Bäume gen Boden gesunken ist. Auf dem Plateau selbst befinden sich einige Holzgebäude, die vor allem für Stadt- und Kinderevents genutzt werden. Außerdem kann man sich hier auch sportlich betätigen, es befindet sich eine Basketball-Anlage hier.

Steinzeit bis Mittelalter | Besiedlung der Wilhelmshöhe in Leutkirch im Allgäu

Zum einen fand man auf dem Berg ein Beil des Neolitikums, also der Steinzeit. Eine andauernde Besiedlung des Berges mit guter Aussicht und wasseranschluss ist also gut denkbar. Zuweilen finden sich auch noch Wälle, die aber aus einer mittelalterlichen Burg stammen könnten. Es gibt keine eindeutigen Beweise, aber es wird vermutet, dass auf der Wilhelmshöhe einst eine Ritterburg stand. Einige Beschreibungen alter und neuer Quellen deuten darauf hin. Diese vermuteten auf dem Berg auch eine keltische Anlage, sowie ein römisches Kastell – und beides klingt durchaus plausibel. In den unteren Auen Leutkirchs fand man Siedlungsspuren der Kelten, die den Berg vielleicht als Fliehburg nutzten. Für die römische Nutzung als Kastell sprechen Spuren, die man im 17. Jahrhundert auf dem Berg fand.

Für eine Aussichtsplattform sprengte man Anfang des 20. Jahrhundert das damalige Schänzle – das einerseits auf eine Schwedenschanze aus dem 30jährigen Krieg oder eine Viereckschanze der Kelten sprechen könnte, letzteres wäre aber im Mittelalter überbaut worden.

Welche Adelsfamilie auf der Wilhelmshöhe thronte ist unbekannt. Zu fränkischer Zeit – im 8. Jahrhundert – war Leutkirch im Allgäu bereits ein geistiger Mittelpunkt im damaligen Niebelgau gewesen zu sein. Im 12. Jahrhundert kam das Dorf in den Besitz derer von Leutkirch-Zeil, der Grafen von Montfort und im 14. Jahrhundert an die Grafschaft Zeil. Ebenfalls im 14. Jahrhundert war die Burg wohl verlassen und mit dem Schloss Zeil obsolet geworden. Noch im 19. Jahrhundert sah man eindeutige Ruinen der damaligen Burg, so einige Urkunden darüber.

Adresse des Bergplateaus in Leutkirch

  • Wilhelmshöhe
  • 88299 Leutkirch im Allgäu

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