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Schloss Warthausen | Oberschwaben

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Das Schloss in Warthausen ist schon von Weitem zu sehen, vor allem im Herbst, denn im Sommer wird das Schloss vom Blätterkleid der Bäume verdeckt.

Eine Besichtigung des Schloss‘ in Warthausen kann man mit einer kleiner Wanderung verbinden, man kann auch mit dem Auto bis zum Schloss fahren. Jedoch ist das Schloss in Privatbesitz und nur nach Terminabsprache zu besichtigen. Bekannt wurde das Schloß durch bekannte Persönlichkeiten, die hier residierten.

Schloss Warthausen Innenhof

Geschichte von Warthausen und seinem Adel

Der Name der Ortschaft könnte von einer Person, vielleicht einem „Warto“ oder als Warte, im Sinne von Aussicht und Wachturm. Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahr 1120 als Warthusen. Vermutlich ist der Ort während der älteren Ausbauzeit entstanden.

Der Adel von Warthausen war vermutlich sogar ein Hochadel, die 1120 erwähnt werden. Sie sind mit den Truchsessen in Waldburg, als auch mit den Schenk Konrad von Winterstetten verwandt. So auch im Jahr 1167, als Kaiser Barbarossa die Herrschaft erwirbt, was wohl das Ende derer von Warthausen war.

Im 13. Jahrhundert bekommen die Truchsessen von Waldburg die Burg und nennen sich fortan Truchsess von Wartburg. Sie beschäftigen sich in den Urkunden in dieser Zeit vor allem mit  Landverkauf. Viel geht an das Kloster Baindt, Kloster Heggbach aber auch an Leute aus Biberach. Zu den Ländereien gehören Mühlen und die Stadt Saulgau, welche im Jahr 1299, samt der Vogtei am Federsee, an die Österreicher verkauft wird.

Im 14. Jahrhundert starb diese Linie der Waldburg-Warthausener aus und die Herren von Waldsee übernehmen vier Jahre lang Warthausen. Sie werden bald darauf nach Österreich auswandern. Im Jahr 1331 wird auch Warthausen österreichisch (Habsburger). Danach wird der Ort samt Burg verpfändet.

Im Jahr 1356 war es ein Pfand für den Adel von Hornstein, 1396 für die von Freybergs zu Achstetten. Das setzt sich im 15. Jahrhundert fort, so wird es 1427 ein Pfand für die von Steins und im Jahr 1446 geht es an Biberach.

Im Dreißigjährigen Krieg kommt es in Warthausen zu einem Brand, von dem zumindest das Schloss, wohl aber mehr betroffen ist. Und auch hier dürfte die Pest gewütet haben.

1696 ging es als Lehen in den Besitz des Reichsgrafen von Stadion über, die sich dann als Stadion -Warthausen bezeichneten.  1826 wurde es an das Königreich Württemberg verkauft. Drei Jahre später wurde es vom Freiherrn Friedrich August Karl von Koenig (der sich später Freiherr Koenig von und zu Warthausen nannte) gekauft und blieb bis 1985 im Familienbesitz. Inzwischen ist das Schloss im Privatbesitz der Freiherren von Ulm zu Erbach.

Schloss Warthausen bei Biberach | Geschichte

Wann die Burg, als Vorgänger zum Schloss, erbaut wurde ist nicht geklärt. Jedoch ist das Indiz des Hochadels für das 12. Jahrhundert auf eine entsprechende Burg hinweisen. Vermutlich sogar eine große Burg, aus der ersten Burgenwelle in Oberschwaben.

Im Jahr 1474 wurde die Burg bei einem Brand schwer beschädigt und musste wieder aufgebaut werden.

Als Pfand für unzählige Leute wurde das Schloss im 16. Jahrhundert durch den Reichsritter Schad von Mittelbiberach (kaiserlicher Kommissar) ausgelöst. Von 1543 bis 1571 wurde das Gemäuer erweitert und im Stil eines Schlosses umgebaut. Nach einem Brand im Jahr 1622 wurde das Schloss saniert, was noch im selben Jahrzehnt geschah.

Der Neubau entstand im Stil der Renaissance, was sich auch am Staffelgiebel abbildet. Im Inneren dominiert der Barock, welcher im 18. Jahrhundert einzog. Der Stadion-Salon (benannt nach dem Adelsgeschlecht), der Empire-Salon das Parkettzimmer sind ebenso aus dieser Zeit. So auch einige Wirtschaftsgebäude.

Die ehemalige Kapelle St. Anna wurd 1671 geweiht, ist jedoch heute nicht mehr vorhanden. Die heutige Schlosskapelle entstammt den Jahren zwischen 1710 und 1720, so auch die Fresken darin.

Die Bekanntheit des Schlosses steigerte sich vom 16. Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert, als u.a. die Autorin Sophie La Roche, der Künstler Johann H. Tischbein und der Dichter Christoph M. Wieland dort wohnten. Außerdem war das Schloss Warthausen ein Treffpunkt der interregionalen Diplomatie. Durch seine Besitzer hinweg, war es auch ein Ort der Wissenschaft und Aufklärung.

Zu den Füßen des Schloss‘, war die Heimat der Brauerei Warthausen von 1632 bis 1970, die ihre Biere in Oberschwaben und darüber hinaus lieferten.

Schloss Warthausen und kurzer Wanderweg

Das Schloss ist von der Stadtseite her bebaut, die andere Seite ist von Äckern und Wäldern bekleidet. Wenn man durch Warthausen fährt, kann man einfach irgendwo parken (oder gleich per Zug anreisen) und die Schlossallee hinab schlendern und den Berg von der Naturseite angehen. Das Schloss ist ja von überall aus zu sehen, da es auf einer Anhöhe steht.

Man kann auch dem Rad- und Fußweg zum Schloss den Berg hinauf folgen. Dabei erhält man einen schönen Blick über Warthausen. Der Blick dürfte aus dem Fenstern des Schlosses noch besser sein. Hin und wieder kann man sich auf eine Bank setzen, entlang des Wegs in Warthausen. Auf der Höhe des Schloss‘ gibt es einen kleinen Gedenkstein samt Bank, auf der man über das Land blicken kann. Im Herbst ist hier oftmals Nebel, sodass die Sichtweite eingeschränkt ist.

Das Schloss selbst wirkt schon etwas verwittert. Am Schloss und um das Schloss findet man immer wieder Hinweise zur Stadtgeschichte von Warthausen.

Bilder zum Schloss Warthausen bei Biberach in Oberschwaben

Schlossführungen und Adresse des Schlosses

Schlossführungen gibt es für Gruppen ab 15 Personen. Anmeldungen sind telefonisch möglich:


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2 Responses to Schloss Warthausen | Oberschwaben

  1. Eeckhout Honoré 13. Oktober 2013 at 17:05 #

    Sehr geehrte Frau ,
    Sehr geehrter Herr ,

    Nach meiner Herzoperation ist mir von meinen Herzspecialist empholen worden mit all meinen
    Aktivitäten im Vereinsleben Schluss zu machen und auch als Geschäftmann , und als Reiseleiter
    während der Ferienzeiten .

    Der Arzt hatte mir geraten um mich persönlich mit einem Hobby zu beschäftigen .

    Um dieses zu verkraften habe ich beschlossen mich in meiner Freizeit mit dem Sammeln von Dingen
    zu beschäftigen , worunter : ‘ Ansichtkarten und Anstecknadeln von Sehenswürdigkeiten – Museen –
    Themenparks – etc… von überall in Europa “ .

    Es würde eine grosse Hilfe und einen enormen Halt bedeuten , wenn ich von Ihnen eine Ansichtkarte
    oder einen Anstecknadel ihrer Institution kostenlos erhalten .

    Zur Information , da meine Ehefrau , Maria De Vos meinen Job als Reiseleiter (Reiseleiterin) hat
    übergenommen bekommen wir auch gerne einen Prospekt .

    In der Hoffnung ,sehr geehrte Frau , sehr geehter Herr , das Sie meinen Anfrag mit Wohlwollen be-
    handeln werden , danke ich Sie für ihre bereitwillige Mitarbeit und Unterstützung .

    Est ist meine Absicht , wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist , um meine ganze Sammlung
    an ein Heim für behinterte Kinder zu geben .

    Mit vorzüglicher Hochachtung .

    Hr Eeckhout Honoré
    Paepestichelstraat 8
    B-9400 Appelterre – Eichem (Belgien)
    Tel : 0032-54-32.56.00
    E-Mail : eeckhout-devos@skynet.be

  2. herbert scholl 22. Mai 2016 at 7:11 #

    Wo ist Baron König-Warthausen beerdigt ?
    Ich habe 1949 im Hofgut gearbeitet.
    Der Baron war mir als Flieger bekannt.

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