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Schleinsee im Schachried bei Kressbronn

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Der Schleinsee neben dem Degersee nördlich von Kressbronn ist ein beliebtes Ausflugsziel und bietet ein Hofgut zum Urlaub machen.

Der Schleinsee und der Degersee liegen unmittelbar nebeneinander. Hinter dem Degersee befindet sich die Landesgrenze von Baden-Württemberg zu Bayern. Am Schleinsee kann man mit Genehmigung angeln und das Naturschutzgebiet Schachried kann man auch einfach so erwandern. Der See ist aber in Privatbesitz des Hofguts Schleinsee, so kann man auch nur mit Genehmigung baden.

Schleinsee

Schleinsee

Die Daten & Geschichte zum Schleinsee

Der stille Schleinsee (kein Fließgewässer) liegt auf 474 Meter Höhe und hat eine Fläche von 14,1 Hektar. Er misst in der Länge etwa 700 Meter und 250 Meter in der Breite. Der tiefste Punkt des Sees liegt bei etwas über zwölf Metern. An einigen Seiten verläuft der See steil ab, die Ost-West-Ufer sind aber eher seicht. Das Volumen des Sees beträgt etwa 966.000 Kubikmetern Wasser.

Der See entstand als Überbleibsel der Gletscher, die sich vor 15.000 Jahren in die Alpen zurückzogen. Daher dürfte er bei der Entstehung größer gewesen sein. Allerdings gibt es vermutlich unterirdische Zuflüsse zum Schleinsee, sodass die Verlandung langsamer von Statten geht. Der Ablauf erfolgt in die Argen. Da es sich um ein stilles Gewässer handelt, dauert es etwa zwei Jahre, bis das Wasser im See sich komplett ersetzt hat.

Urkundlich wird der See 1297 als Slise erwähnt. Das Wort referiert vermutlich auf den Fisch Schleie. Das Land unterstand dem Vogt von Summerau. Im Jahr 1450 wird erwähnt, dass der Schleinsee dem Grafen von Montfort gehört, der auch Weingärten hier hatte.

Flora & Fauna im Schleinsee

Im Winter gefriert der See zwar schnell, aber er taut auch recht schnell wieder auf. Lange bevor das Wasser im Bodensee badetauglich ist, ist der Schleinsee warm genug. Durch die geschützte Lage des Sees wird das Wasser nur im Herbst bei sinkenden Temperaturen umgewälzt.

An den Ufern des Schleinsees wachsen Seerosen in gelb und weiß – beide geschützt. Des Weiteren findet man das Ährige Tausendblatt und das Hornblatt am Schleinsee. Die Ufer sind voll mit Sträuchern und Bäumen und im Wasser gibt es Kiesel- und Grünalgen Auch Blaualgen wurden hier gemessen, wenn auch nur in geringer Dichte.

Mit einer Erlaubnis des Württembergischen Angelvereins darf man hier auch Angeln. Dabei kann man die Fischsorten Aal, Barsch, Brachse, Hecht, Karausche, Karpfen, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Ukelei, Wels und Zander fangen.

Naturschutzgebiet Schachried

Seit 2005 ist das Schachried (oder auch Schalkriedmoos) ein Naturschutzgebiet und umfasst elf Hektar Land, inklusive des Schlein- und des Degernsees. Das Gelände wurde ebenfalls während der Würmeiszeit geprägt, wovon die Drumlins und Moränen typische Zeugen der Kraft der Eismassen sind.

Das Wasser schmolz und hinterließ, neben den Seen, ein Moor das langsam verlandet. Dieses Flachmoor ist mit dem Status als Naturschutzgebiet mit seinen Biotopen geschützt. Hier finden sich verschiedene Gräser, Blumen und Bäume. Dazu gehören besondere Formen des Klees, Hahnenfuß, Rauten, Sumpfdotterblumen, Heidekraugewächse, Beeren, Dost, Primeln, Rosenarten, Echtes Mädesüß, Wollgras oder Blutweiderich. Die meisten davon sind stark oder sehr stark bedroht.

Auch bedrohte Tiere beheimatet das Naturschutzgebiet Schachried (Schalkriedmoos), dazu gehören diverse Schmetterlings- und Froscharten.

Das Ried lässt sich zwar durchwandern, aber man sollte auf den Wegen bleiben – es ist schließlich ein Ried. Den Wanderwegen folgend kommt man zwischen den Seen zum Langenberg auf 504 Metern. Mit 516 Metern findet sich ein Ausguck auf der nördlichen Seite des Schleinsees. Der Schleinseeberg befindet sich mit fast 520 Metern Höhe östlich des Sees, nördlich von Nitzenweiler. Neben der Natur lässt sich noch so manches andere entdecken, wie eine kleine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert.

Wo befindet sich der Schleinsee?

  • 88079 Kressbronn am Bodensee
  • GPS: 47.613034, 9.629632

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