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Konstanzer Hafen, Konzilgebäude & Figur Imperia | Bodensee

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Ein beliebtes Ziel an schönen Tagen ist der Hafen in Konstanz am Bodensee, besonders die Figur bei der Hafeneinfahrt ist ein echter Blickfang.

Der Konstanzer Hafen am Bodensee ist mehr als eine Anlegestelle, denn hier kann man sich entspannen und entlang der Promenade flanieren. Schon wenn man nach Konstanz kommt, hat man vermutlich die bekannten Fähren benutzt, die vor allem die Kinderherzen höher schlagen lässt.

 Hafen Konstanz

Auf dem Weg vom Stadtgarten, am Hafen vorbei, kommt man, in Richtung Kreuzlingen (Schweiz) zum Sealife. Diese Region nennt man auch Konstanz‘ Klein Venedig .

Geschichtliches Hafengebäude | Konzilgebäude

Direk am Hafen, noch vor den Bahnschienen, steht das Konzilgebäude von 1388, das ein Teil der christlichen Geschichte Europas ist. Es war als Lagerhaus des Hafens erbaut. Jahrelang bis 1417 war das Gebäude der Ort des Konstanzer Konzil. Damals war Konstanz eine neutrale Stadt im Streit um die Rechte der katholischen Kirche. Die Beschlüsse des Konzils waren das Ende der Päpste und die Reduktion auf einen Papst im Westen, sowie den Tod von Reformern. Das Problem der vielen Päpste jener Tage hatte auch einen Namen: Abendländisches Schisma.

Flanieren entlang der Promenade

Auf verschlungenen Wegen über Schienen und unter Straßen kommt man zur Seepromenade. Zur einen Seite ist der Stadtgarten Konstanz zur anderen Seite der Bodensee, mit seinen Vögeln und seinen vielen Booten. Alle Arten und Variationen kann man begutachten, wenn man sich ein paar Minuten dem „Schwäbischen Meer“ widmet.

Seepromenade Konstanz

Die nahegelegene Insel, das heute ein Hotel ist und früher ein Dominikanerkloster war, in dem auch der Graf Zeppelin geboren wurde.

Imperia | Statue im Hafen von Konstanz am Bodensee

Die einfahrenden Boote und Schiffe werden von der Imperia gegrüßt, die seit 1993 hier steht und von Computer Gesellschaft Konstanz  finanziert wurde, was die Sockelinitialen CGK erklärt. Früher stand an dieser Stelle ein Leuchtturm und auf einem Steg kann man sich der Figur „Imperia“ nähern.

Imperia Statue Hafen Konstanz

Die Statue aus Beton wurden von Peter Lenk erschaffen und soll den Geschichten des französischen Schriftsteller Honorö de Balzac gedenken. In einer Geschichte kommt diese Imperia vor, die während der Konstanzer Konils hier als Single und Geliebte unterwegs war.

In ihren Händen hält sie einen Kaiser, erkennbar an dem Reichsapfel und Krone, sowie einen Papst – und das mit diesem erotischen Outfit. Eine eindeutige Aussage, zumal Papst und Kaiser so klein sind, dass sie in die Hände passen und sie sind nackt!  Der Künstler machte keine Aussage darüber, ob es die Personen des Konzils – oder generalisierte Personen sind; also Staat und Kirche darstellen.

Die Kopfbedeckung der Imperia, mit den Glöckchen, ist ein Hinweis auf die Narrenrolle. Der Narr hatte bei Hof als fast einziger die Möglichkeit in Humor verwandelte direkte Kritik an den Herrschern zu richten. Und ihr gesellschaftlicher Wert war ebenfalls gering. Tatsächlich gab es zu jener Zeit etliche Prostituierte in Konstanz, die auch den Geistlichen ihre Dienste anboten.

Mit ihren neun Metern Höhe, ist die Statue von weither sichtbar und sie kann sich um ihre eigene Achse drehen. Eine komplette Umdrehung dauert vier Minuten, dieses Feature ist aber nicht immer aktiv. Neben der kulturellen und touristischen Bedeutung, hat die Skulptur auch einen integrierten Pegelmesser für den Bodenseestand.

Adresse des Hafen | Konstanz

  • Hafenstraße 1
  • 78462 Konstanz


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