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Kirche Unteressendorf | Barocke Kirche Oberschwabens

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Die Kirche in Unteressendorf schon von weitem zu sehen und sie ist ein Prachtstück barocker Baukunst.

Unteressendorf ist eine kleine Gemeinde, die zu Hochdorf gehört und sich im Landkreis Biberach befindet. Die Kirche ist ein kleines Schmuckstück, was man von außen nur erahnen kann.

Innenraum Kirche Unteressendorf

Geschichte Unteressendorf

Die kleine Ortschaft im Tal der Riss, liegt direkt an der B30, die vermutlich schon in der Antike eine wichtige Verkehrsader war. Tatsächlich fand man in der Nähe von Unteressendorf einige Skelette, doch bisher ist ungeklärt, ob es sich dabei tatsächlich um Überreste von Alemannen handelt. Eine mögliche, frühere Besiedlung ist ebenfalls denkbar. Zumindest gibt es auch Anzeichen für eine römische Siedlung in dieser Gegend.

Erwähnt wird der Ort auch schon recht früh, bereits im 8. Jahrhundert; also zur Zeit der Herrschaft der Franken. In den Jahren 797 und 817 wird es als Essindorf urkundlich erwähnt, wobei es wohl auf einen gewissen Esso referiert. In letzterer Urkunde werden bei Essendorfs erwähnt, Unter- und Oberessendorf.

Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert waren hier die Herren von Essendorf beheimatet, welche im Laufe der Zeit zu Bürgern in Biberach und Ravensburg werden. Die Burg der Herren von Essendorf war wohl bei Scharben. Die Burg der Herren von Scharben ging 1381 an die Grafen von Landau, so wird es im 15. Jahrhundert sogar als Schloss Landau bezeichnet. Im Jahr 1444 reißen sich die Truchsessen von Waldburg die Burg Scharben unter den Nagel.

Essendorfs blieben aber unter der Herrschaft der Herren von Waldsee, welche dieser Adel im 14. Jahrhundert an die Habsburger übergab, zu welchen sie sich auch gesellten.

Unteressendorfs barocke Kirche | Barocke Kunst in Oberschwaben

Die Kirche ist schon im 12. Jahrhundert erwähnt, genauer 1182. Ab 1469 ist es die Kirche Sankt Nikolaus, heute ist das Gotteshaus Sankt Martin gewidmet. Im Jahr 1456 wurde die Kirche ein Geschenk für die Universität Freiburg aus Österreich. Zu dieser Zeit stand hier eine romanische Basilika, also ein sehr altes Gotteshaus. Doch dann kam der Dreißigjährige Krieg und die Basilika wurde zerstört. Nur die westliche Fassade ist davon verschont geblieben.

Danach wurde die Kirche weniger spektakulär wieder aufgebaut, im Stil des Barock. Der Chor stammt aus dem Jahren 1733 und 1734, das Pfarrhaus von 1779. Das heutige Rathaus war früher noch das Kaplaneihaus.

Tatsächlich ist dieses Prachstück nicht auf einer der Routen der Barockstraße Oberschwabens. Die Kirche ist dem heiligen Martin gewidmet und so heißt die Kirche St. Martin Kirche Unteressendorf. Der heilige Martin, wie er seinen Mantel teilt, ist auf Gemälden der Kirche zu sehen.

Besonders interessant ist der Hochaltar und die Gemälde, welche unter anderen auch von Eustachius Gabriel, einem oberschwäbischen Künstler seiner Zeit, erschaffen wurden. Er hat zahlreiche Werke in der Region geschaffen, so beispielsweise auch in Kirchen in Bad Waldsee, in Haisterkirch, in Waldburg bis am Kaiserstuhl.

Bilder der barocken Kirche Unteressendorf | Oberschwaben

Adresse der barocken Kirche Unteressendorf | Oberschwaben

  • Waldseer Straße 1
  • 88454 Hochdorf-Unteressendorf


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2 Responses to Kirche Unteressendorf | Barocke Kirche Oberschwabens

  1. Ingeborg Schauer 18. April 2015 at 18:59 #

    Als gebürtige Bad-Waldseerin bin ich jahrelang an Ihrer Kirche mit dem Bus zur Fa. Thomae Biberach vorbeigefahren. 1965 ging ich nach Stuttgart. In den Neunzigern mietete ich in Waldsee eine Ferienwohnung und ging dann endlich mal in ihre Kirche.
    Ich war sehr überrascht, als Deckengemälde ein Bild zu entdecken, das im Original von Raphael ist und in der Brera in Mailand hängt.
    Letzten Herbst konnte ich Urlaub in Altann mit einer Freundin machen. Ich wollte ihr Ihre hübsche Kirche zeigen und wir fuhren bei Ihnen vorbei, natürlich auch Steinhausen haben wir besucht.

    Ich frage mich, ob Sie wissen, was für ein Schatz an Ihrer Kirchendecke zu finden ist. Wer hat denn das gemalt, im Kirchenbüchle sehe ich keinen Hinweis.
    Es wäre schön, wenn Sie mir weitere Hinweise geben könnten.
    Mit freundlichen Grüssen
    Ingeborg Schauer

  2. Schwoable 18. April 2015 at 20:20 #

    Hallo! Vielen Dank für Ihren Besuch und Ihren Kommentar. Ich könnte mir vorstellen, dass auch dieses Werk von Eustachius Gabriel ist. Dies ist aber nicht die offizielle Seite der Kirche, sondern ein digitaler Reiseführer für Oberschwaben. Vielleicht hilft Ihnen hierbei die Literatur weiter, die als Amazon-Banner eingebunden ist. Auf Bald!

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