Leer

Kirche St. Michael Aßmannshardt

SH Sicherheit 550x70

Die Kirche St. Michael in Aßmannshardt ist ein aufmerksamkeitserregendes Gebäude, nicht nur weil es sichtbar erhöht steht, sondern auch wegen der beeindruckenden Form und Farbe.

Die St. Michael Kirche in Aßmannshardt steht hoch auf dem Kirchberg und kann schon von weitem gesehen werden, auch wegen dem auffälligen Rot der Backsteine. Sie ist das höchste Gebäude und damit das Wahrzeichen von Aßmannshardt.

 St-Michael-Aßmannshardt

Geschichte Aßmannshardt

Die Ortschaft Aßmannshardt gehört zu Schlemmerhofen und blickt auf eine lange Geschichte zurück, schon die Kelten verschanzten sich in dieser Gegend. Vermutlich könnte man daher auch noch einige Keltenfunde an dieser Stelle machen, da dieser Berg sich für die keltische Siedlung anbot. Leider wird es dort nie zu einer Grabung kommen.

Der Name der Ortschaft geht vermutlich auf das 8. Jahrhundert zurück und soll von Asmundeshart kommen. Das war eine Kombination aus Asmundt, ein Name und -hart, was aus dem alemannischen stammen könnte und Wald oder Wiese heißt. Dokumente aus dem 13. Jahrhundert zeigen, dass ein Konrad Schenk von Asmushard mit den von Winterstetten verwandt und Gebiete bei Altheim hat.

Dorf und Kirche gehörten zwischendurch auch mal dem Truchseß von Warthausen, dem Grafen von Landau und wurden im 14. Jahrhundert an Österreich verkauft, wo man bis zur Aufklärung verblieb, wenngleich man Aßmannshardt immer wieder einmal an verschiedenste Herren verpfändete, unter anderen an Biberach. Die Grundbesitztümer der Gemeinde waren noch weiter verteilt.

St. Michael | Kirchengeschichte Aßmannshardt

Die Kirche in Aßmannshardt ist relativ neu, aber die Pfarrei ist schon sehr viel älter. Erstmals erwähnt wird die Pfarrei um 1275. Da der Schutzpatron der Kirche, der heilige Michael ist, geht man davon aus, dass die Christianisierung und damit die Errichtung einer Kirche noch länger her ist, da diese meist die Schutzheiligen bei der Missionierung der Alamannen waren.

Vor allem in der Zeit, da man zu Biberach gehörte, gab es Streitereien, wer die Kirchenrenovierung bezahlt. 1464 galt das Gebäude als baufällig und wurde 1524 vermutlich erweitert. Dann kam der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) und gesamte Ortschaft, samt Kirche, wurde ein Opfer der Flammen. Innerhalb von zwei Jahren, 1666 bis 1668, erbaute man die Kirche erneut.

1720 renovierte man den Turm und schon knappe 100 Jahre später wurde der heutige Bau errichtet, nach dem man die davorige Kirche abriß.

Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1887 und ist mit seinen roten Backsteinen ein neugotischer Bau, den Josef Morlok erstellen ließ. Die Kreuzgewölbe der dreischiffigen Kirche ahmen das Gotische wundervoll nach und seit 1972 steht die Kirche unter Denkmalschutz.

Der Turm ist mit 45 Metern Höhe ein wirklicher Hingucker, der aber schön im Gesamtensemble der Kirche aufgeht. Das Dach ist mit Schiefer, also Stein abgedeckt.

Im Inneren ist der Backstein ebenfalls sehr dominant und von vielen Verzierungen und Figuren geprägt. Die Kanzel ist mit Figuren geschmückt und aus Sandstein gefertigt. Hinten befindet sich ein Fenster zu einer Maria Figur, mit der Überschrift: „Ich bin die unbefleckte Empfängnis“.

Kunstwerke in der St. Michaels Kirche Aßmannshardt

Die Neben- und der Hauptaltäre sind von Biberacher Künstlern, aus dem Hause Winter. Sie zeigen seitlich die Heilgen Nikolaus und Barbara. In der Apsis befindet sich eine gotische Kreuzigungsgruppe aus den Jahren um 1500. Aus dem 16. Jahrhundert stammt ein Mariabildnis, eine sogenannte Mater-Dolorosa, also unter Schmerz leidende Muttergottes, also Maria.  Aus dem 15. Jahrhundert stammt eine Barbara Figur.

Viele weitere Figuren, für Interessierte, kann man im Bodemuseum in Berlin sehen, aus dem Barock oder Mittelalter. Oder in den anderen Kirchen in und um Oberschwaben.

Bildergalerie zur St. Michael Kirche Aßmannshardt

Adresse der St. Michaels Kirche Aßmannshardt

  • Sankt-Michael-Straße 19
  • 88433 Schemmerhofen-Aßmannshardt
  • GPS Daten: 48.153754,9.739216


Größere Kartenansicht

, ,

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar