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Grabhügel der Kelten | Archäologischer Wanderweg Stationen 6 bis 8

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Der Beitrag handelt von den Siedlungen vor der Heuneburg (Station 6) und weitere Grabhügel oberhalb der Heuneburg; die Stationen 7 und 8.

Dieser Artikel ist die Fortsetzung des zuvor erschienen Artikels über die Stationen 2 bis 4 des archäologischen Wanderwegs rund um die Heuneburg bei Hundersingen. Dem Link folgend findet man einige wichtige Hinweise.

Blick-auf-Heuneburg-von-Grabhügel-Station-8Station-8-Grabhügel-Heuneburg

Außenbefestigungen & -Siedlung | Archäologischer Wanderweg Heuneburg Station 6

Verteidigungswall Heuneburg

Blick auf Verteidigungsanlagen. Heuneburg

Station 6Die Station Nummer 5 ist ein Schild auf dem Parkplatz vor der Heuneburg, das auf die verschiedenen Möglichkeiten hinweist, sich auf die Spuren der Geschichte der Kelten zu begeben.

Die Station 6 ist der Ort, wo man weitere Verteidigungsmaßnahmen für die Heuneburg erbaute. Die Befestigung bestand aus Gräben und Wällen und war Winkelförmig („<“ Form) zur östlichen Seite der Heuneburg angebracht, wo man die Angriffe erwartete. Das lag nicht daran, dass man die Gegner im Osten vermutete, sondern weil auf den anderen Seiten das Gefälle zu groß ist, da es zur Donau hinabgeht.

Der Wall war 70 Meter lang und 7 Meter hoch. Der Graben war gut 6 Meter tief. Auf der Zufahrt stand vermutlich damals das Steintor, dessen virtuelle Rekonstruktion im Museum zu sehen ist.

Diese Verteidigungsanlage entstand wohl erst so 6. Jahrhundert v.C., die sogenannte Periode 3 der Heuneburg, man zählt hier rückwärts: Das Ende ist Periode 1, das mit der Aufgabe der Heuneburg ungefähr im Jahr 400 v.C. besiegelt war. Die Umstrukturierung waren auch der Brandgefahr geschuldet, schießlich ist die Heuneburg mehrfach abgebrannt.

Fürstengrabhügel  | Archäologischer Wanderweg Heuneburg Station 7 & 8

Grabhügel-Station-7

Station 7Die Station 7 liegt im Wald, was man auf Anhieb sieht ist Station 8. Beide Stationen führen zu Orten an denen die Kelten ihre Herrscher begraben haben, also Grabhügel. Bis hier, dem sogenannten Gießübel-Talhau – zog sich die Außensiedlung der Heuneburg, die mehr Einwohner hatte, als die Wallsiedlung selbst. Das Prinzip dürfte ja aus dem Mittelalter bekannt sein. Ein Brand zerstörte wohl die gesamte Anlage.

Die Grabhügel, die auf den Resten der Außensiedlung aufgeschüttet wurden, beherbergten reiche Grabbeigaben, wie Bronzegefäße und Schmuck aus Gold, die schon 1879 gefunden wurden. Die Hügel 1 und 2 sind die Station 8 und die Hügel 3 und 4 sind die Station 7.

Auch die anderen Hügel waren mit Goldschmuck versehen. Die vier Grabhügel in Sichtweite der Heuneburg sind jünger, als der Hohmichele. Sie stammen aus dem 5. Jahrhundert v.C. Ihre reichen Beigaben zeugen von einer florierenden Machtelite bis zum Schluss der Höhensiedlung.

Hügel 3 hat einen Durchmesser von ungefähr 40 Metern und ist rund 3 Meter hoch. Hier fanden sich Bronzelkessel und -Eimer. Im Hügel 4, der von einem Graben umrundet war und 47 Meter Durchmesser mißt, war früher 5 Meter hoch. Dieser ist der einzige, der nicht wieder aufgeschüttet wurde. Hier fanden ebenfalls Plünderungen, wenige Jahre nach der Beerdigung, statt.

Station 8-1 Station 8-2 Station 8-3 Station 8-4

Hügel 1, bei Station 8, war ebenfalls mit einem Graben umzogen und war ursprünglich einmal rund 6 Meter hoch, vielleicht höher. In der hölzernen Grabkammer fand man drei Skelette, ein Mann und zwei Frauen, und Reste der Beigaben, wie eine Bronzelanze mit griechisch anmutenden Verzierungen und eingelassenem Bersteinschmuck. Weitere fünf Gräber fand man dort, mit reichem Goldschmuck.

Grabhügel-2-Heuneburg

Hügel 2 war von einer Trockenmauer umgeben und auch schon in der Antike geplündert worden. Man sieht noch die Reste davon und eine kleine Treppe führt hinauf.

 Blick-auf-Heuneburg-von-Grabhügel-Station-8Blick-vom-Grabhügel Station 8 Keltenwanderweg Heuneburg Wall-Außensiedlung-Heuneburg

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