Leer

Burgstall Göffingen

SH Sicherheit 550x70

Heute nicht mehr sichtbar, stand einst eine Burg und ein Schloss in Göffingen – Sitz der Ritter von oder zu Göffingen.

Der kleine Ort Göffingen an der Kanzach ist vor allem durch die barocke Kirche und das Kloster Priorat des Heilig Geistes touristisch erschlossen. Aber auch hier gab es einst eine Burg, samt den dazugehörigen Rittern, und anderen Ortens ein Schloss.

Schlossplatz Goeffingen

Schlossplatz Göffingen

Geschichte von Göffingen

Erstmals in das urkundliche Licht der Welt kommt Göffingen in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Damals siedelten die Menschen vor allem auf der linken Seite der Kanzach. Die Burg stand aber rechts der Kanzach, gut einen Kilometer entfernt. Im Mittelalter schreibt sich Göffingen Gephingin oder auch Geffingin, was auf eine Person referiert.

Schon damals findet sich auf der Burg in Göffingen ein Adel. Im Jahr 1229 bestätigt Bischof Konrad von Konstanz den Schiedsspruch des Grafen Egino des Jüngern von Urach zwischen dem Kloster St. Blasien und dem Ritter Heinrich von Göffingen. Dabei ging es um das Patronatrecht in Uttenweiler. Das Kloster vergab das Terrain an den Ritter zu Lehen.

Die Herren von Göffingen sind bis 1260 nachweisbar. Dabei gerieten sie in einen Streit der Plebanen (Geistlichen) von Emeringen und Erbstetten bezüglich des Zehnten (Steuern) auf einem Berg bei Wilzingen. Doch kurz darauf bekommt die Burg neue Besitzer. Der Adel von Hornstein-Hertenstein benannte sich ab dem 13. Jahrhundert mit dem Zusatz zu Göffingen.

Dass sie in der Burg residierten, ist 1310 urkundlich festgehalten. Gelegentlich wurde Göffingen auch an die Herren von Stein verkauft, die in Uttenweiler lebten. So geschehen in den Jahren 1375 bis 1454 und 1462 bis 1476.

Das Schloss, das in der Nähe der Kirche lag, entstand 1670 und wurde 1812 wieder abgerissen. Es war das Zentrum der Ritterstände von Göffingen. Das Areal war vom Kloster Reichenau geliehen (zu Lehen). Im Jahr 1790 kaufte der Fürst von Thurn und Taxis Göffingen und 16 Jahre später ging es an Württemberg.

Burgstall & Schlossplatz Göffingen

Die Burg lag südlich des heutigen Priorats und auf etwa 55o Meter Höhe, am Rande des Tals. Schon im 17. Jahrhundert war davon nichts mehr zu erkennen. So gibt eine Karte aus der Zeit Auskunft darüber, dass an der Stelle eine alte Mauer stand. Diese Burg stand rund einen Kilometer östlich des Ortes, oberhalb des Tals. Heute ist dort Wald.

Unklar blieb mir, warum die Burg aufgegeben wurde und wie ihr Ende aussah. Vermutlich wurden die Steine wiederverwendet, möglicherweise zum Bau des Schlosses, das 1670 erbaut wurde. Burgen machten zu dieser Zeit keinen Sinn mehr, da die Artillerie immer besser wurde, und Mauern nicht mehr schützten.

Das Schloss stand aber wohl in der Nähe der Kirche des Ortes. Leider ist weder über das Aussehen der Burg, noch über den Nachfolgebau des Schlosses, viel zu finden oder Übrig geblieben. Es war wohl im Stil der Zeit, des Barock,  gebaut und daher mit der dafür üblich prächtigen und symmetrischen Architektur ausgestattet.

  • Burgstall Göffingen
  • 48.159121, 9.541889

  • Wo das Schloss Göffingen stand?
  • 48.159121, 9.541889

,

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar