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9. November 1989 in Oberschwaben

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Anlässlich des 25. Jahrestag zum Fall der Berliner Mauer möchte ich einen kleinen Rückblick wagen: Wie war das vor 25 Jahren in Oberschwaben?

Trabant

Der 9. November 1989 war ein Donnerstag und wie gebannt sahen die Menschen die Nachrichten, wo es hieß, dass DDR Bürger nun ausreisen könnten. Das war wohl überall – mit Ausnahme in Berlin – gleich. Schon Tage davor wurde ja die Ausreise über die Botschaft in Ungarn ermöglicht worden. Die Berichte über die Wende rissen nicht ab und so mancher war auch etwas genervt von dem immerselben Thema in den Medien. Aber es war eben auch Geschichte live, history in the making.

Oberschwaben war ja weit weg von der Mauer und der innerdeutschen Grenze. Dennoch kamen schon nach einigen Tagen die ersten Trabbis in die Gegend. Ich kann mich erinnern, dass ich den ersten Trabbi in Bad Waldsee zwei Wochen später sah. Die Autos waren dann aber schnell überall. Die Leute aus dem Osten verkauften diese Trabanten und in Oberschwaben wurden sie gerne gekauft. Waren sie doch einfach zu reparieren, günstig und vor allem vom TÜV befreit.

Aber ich habe auch mitgekriegt, dass damals einige Leute spontan mal in den Osten gefahren sind. Manchmal aus Neugier, manchmal um den sächsischen Dialekt einmal live zu hören.

Der wilde Osten sollte viele Leute aus Oberschwaben animieren das Ländle zu verlassen, vor allem Berlin war das Ziel für diese „Ausreisewilligen“. Für mich ist dies der gefühlt-wahre Tag der Deutschen Einheit.

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